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Razzia in Nordrhein-Westfalen Geldspürhunde stoppen Terrorfinanzierer

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Eine Razzia in Frankfurt am Main.

picture alliance / Boris Roessle

Mithilfe von Steuertricks schaffen Hintermänner Millionenbeträge für islamistische Terrorgruppen beiseite. Doch Sonderermittler des LKA und der Steuerfahndung kommen ihnen auf die Spur - auch dank ihrer vierbeinigen Helfer.

Sonderermittler des nordrhein-westfälischen Landeskriminalamts (LKA) und der Steuerfahndung haben Finanzierer islamistischer Terrorgruppen hochgenommen. Geldspürhunde der Polizei entdeckten bei einer Razzia gegen eine international operierende Bande von Umsatzsteuerbetrügern Barbeträge von rund zwei Millionen Euro, berichtete der "Kölner Stadt-Anzeiger". Die Festgenommenen hätten die Geldbündel hinter Wandverkleidungen versteckt.

Die Bande, deren Hintermänner von der arabischen Halbinsel aus agierten, sollen der Zeitung zufolge über ein geschickt inszeniertes Umsatzsteuerkarussell den deutschen Fiskus um zweistellige Millionenbeträge betrogen haben. Die kriminellen Erträge dienten laut den Ermittlungen der beim LKA angesiedelten Sondereinheit zur Finanzierung des islamistischen Terrors.

Die Zeitung zitierte aus einem internen Vermerk für das NRW-Finanzministerium, wonach bundesweit Ermittlungsverfahren laufen, "in denen gewerbs- und bandenmäßige Umsatzsteuerhinterziehungen mit Schäden von mehr als zehn Milliarden Euro verfolgt werden". Oft steckten hinter diesen Betrugsmodellen professionell organisierte Banden, die vom Ausland heraus agieren - auch, um den islamistischen Terrorismus zu finanzieren, hieß es weiter.

Quelle: n-tv.de, chr/AFP

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