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Gemeinsame AngriffeUS-Streitkräfte unterstützen Ecuador im Kampf gegen Drogen

07.03.2026, 08:57 Uhr
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Soldaten im Stadtviertel Socio Vivienda 2, in Guayaquil, Ecuador, das für seine Kriminalität bekannt ist. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Ecuador ist wichtiger Umschlagplatz für Drogen. Präsident Noboa will das ändern und bezieht nicht nur die eigenen, sondern auch die Streitkräfte der USA in seinen Kampf mit ein. Eine gemeinsame Aktion soll erfolgreich gewesen sein.

Streitkräfte der USA und Ecuadors haben im Rahmen eines laufenden Einsatzes zur Bekämpfung des Drogenhandels gemeinsame Angriffe in dem südamerikanischen Land ausgeführt. Der Leiter des Südkommandos der US-Streitkräfte (Southcom), Francis Donovan, habe auf Befehl von Pentagon-Chef Pete Hegseth "die gemeinsamen Streitkräfte angewiesen, die ecuadorianischen Streitkräfte bei der Durchführung tödlicher Operationen gegen ausgewiesene terroristische Organisationen in Ecuador am 6. März zu unterstützen", erklärte Southcom am Freitag (Ortszeit) bei X. Zu möglichen Todesopfern wurden zunächst keine Angaben gemacht.

Der rechtsgerichtete Präsident Ecuadors, Daniel Noboa, erklärte auf Instagram, die Angriffe seien auf ein Trainingslager einer abtrünnigen Fraktion der Guerillagruppe Farc gerichtet gewesen. Der Einsatz fand demnach in der nordöstlichen Provinz Sucumbíos nahe der Grenze zu Kolumbien statt.

"Wir haben das Versteck von Mono Tole, dem Anführer der CDF, und ein Trainingsgelände für Drogenhändler zerstört", schrieb der 38-jährige Staatschef in dem Beitrag, der ein Video zeigt, auf dem eine Explosion eines Hauses in einem Waldgebiet zu sehen ist. Die CDF ist eine kolumbianische kriminelle Gruppe, die im Nordosten Ecuadors aktiv ist.

Kommandant lobt den Einsatz

Donovan gratulierte den US- und den ecuadorianischen Streitkräften zu der "erfolgreichen Operation gegen Drogenterroristen in Ecuador". Noboa ist ein enger Verbündeter von US-Präsident Donald Trump. Er hatte zuvor erklärt, dass Washington zu den "Verbündeten" in der Region gehöre, die sich an der Operation gegen Drogenkartelle beteiligen, welche über die Häfen Ecuadors Kokain auf die internationale Märkte schmuggeln.

Etwa 70 Prozent der Drogen, die von Kolumbien und Peru - dem weltweit größten und zweitgrößten Kokainproduzenten - hergestellt werden, werden über Ecuador verschifft. Ecuador galt einst als eines der sichersten Länder Südamerikas. Seit es zu einer Drehscheibe für den Drogenhandel geworden ist, hat die Gewalt extrem zugenommen. Seit der Machtübernahme Noboas im Jahr 2023 haben Ecuador und die USA ihre Zusammenarbeit im Bereich der Sicherheit verstärkt.

Quelle: ntv.de, jaz/

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