Politik

Billig-Kredit statt Eigenkapital Geywitz will Familien zu Wohneigentum verhelfen

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Bundesbauministerin Geywitz will mehr Familien mit geringen und mittleren Einkommen ein Eigenheim ermöglichen.

(Foto: picture alliance / SvenSimon)

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Der Traum vom Eigenheim soll sich für mehr Familien mit geringen und mittleren Einkommen erfüllen. Das will Bundesbauministerin Geywitz mit vergünstigten Krediten im Umfang von 350 Millionen Euro jährlich erreichen. Auch Unternehmen und Kommunen sollen profitieren. Es gibt aber klare Vorgaben.

Bundesbauministerin Klara Geywitz will Familien mit kleinen und mittleren Einkommen einem Bericht zufolge stärker beim Erwerb von Wohneigentum fördern. Wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf einen Bericht des Bundesbauministeriums berichteten, soll sich ein neuer Fördertopf an Familien mit mindestens einem minderjährigen Kind und einem maximal zu versteuerndem Jahreseinkommen in Höhe von 60.000 Euro richten. Für jedes weitere Kind werden 10.000 Euro auf das Jahreseinkommen angerechnet.

Diese Familien sollen dem Bericht zufolge einen zinsverbilligten Kredit der staatlichen Förderbank KfW erhalten, die den Einsatz von Eigenkapital ersetzen soll. Insgesamt 350 Millionen Euro sollen demnach jährlich für die Familien zur Verfügung stehen.

Weitere 650 Millionen Euro sind laut den Funke-Zeitungen für alle anderen Antragssteller gedacht. Neben beispielsweise Wohnungskonzernen oder Genossenschaften, die das Geld für den Mehrgeschossbau abrufen können, soll dieser Topf demnach auch Selbstnutzern zur Verfügung stehen, also beispielsweise Familien mit einem höheren Einkommen als 60.000 Euro oder Einzelpersonen. Zudem sollen auch Kommunen oder Unternehmen Geld abrufen können, wenn es um den Bau von beispielsweise Kitas, Schulen, Sporthallen oder Bürogebäuden geht.

Energieeffizienz ist entscheidend

Insgesamt addiert sich die Förderung dem Bericht zufolge damit auf eine Milliarde Euro jährlich. Das Geld soll demnach aus dem Klima- und Transformationsfonds zur Verfügung gestellt werden. Beginnen soll die Förderung ab April 2023. Gefördert werden sollten ausschließlich neue Gebäude, die über dem Energieeffizienzhausstandard 55 liegen.

"Familien mit kleinen und mittleren Einkommen haben es angesichts des angespannten Wohnungsmarktes und der Preissteigerungen beim Baumaterial besonders schwer, bezahlbaren Wohnraum für sich zu schaffen. Daher haben wir sie mit unserer neuen Förderung bewusst in den Fokus genommen", sagte Geywitz den Funke-Zeitungen auf Anfrage.

So könnten Eltern dafür sorgen, dass ihre Kinder in der eigenen Immobilie aufwachsen. Zugleich sei die Förderung besser als das Baukindergeld, sagte Geywitz. Der Förderzeitraum für das Baukindergeld, das die Regierung aus Union und SPD 2018 eingeführt hatte, war 2021 abgelaufen.

Quelle: ntv.de, als/AFP

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