Politik

"Religiöse Pflicht"Großajatollah fordert Rache für Chamenei-Tod

01.03.2026, 16:00 Uhr
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Ein Satellitenbild zeigt die schweren Schäden am Chamenei-Anwesen in Teheran. (Foto: via REUTERS)

Nach dem Tod von Ali Chamenei erklärt Großajatollah Makarem Schirasi Vergeltung zur heiligen Pflicht. Doch US-Präsident Trump warnt: Sollte Teheran zurückschlagen, werde das Militär den Iran "härter als je zuvor" treffen.

Ein einflussreicher iranischer Geistlicher hat Muslime weltweit zur Vergeltung für den Tod von Religionsführer Ali Chamenei aufgerufen. Großajatollah Nasser Makarem Schirasi erklärte laut der staatlichen Nachrichtenagentur Tasnim in einer religiösen Stellungnahme, die "Hauptverantwortlichen für dieses Verbrechen" seien die USA und Israel. "Rache ist die religiöse Pflicht aller Muslime auf der Welt, damit das Böse dieser Verbrecher von der Erde getilgt wird", hieß es weiter.

Makarem Schirasi hatte bereits im Juni vergangenen Jahres US-Präsident Donald Trump indirekt mit dem Tod gedroht. Trump hatte zuvor gesagt, Chamenei sei ein leichtes Ziel. Der Großajatollah erklärte daraufhin in einer religiösen Stellungnahme, dass Drohungen gegen Chamenei im Islam mit dem Tod bestraft würden. Ein Großajatollah ist der höchste religiöse Rang innerhalb der schiitischen Hierarchie. Die Schiiten bilden nach den Sunniten die zweitgrößte Glaubensrichtung im Islam.

Unterdessen warnte US-Präsident Trump die Islamische Republik vor Vergeltung: Die USA würden den Iran "mit einer Härte treffen, die es so noch nie gegeben hat", sollte das Land zurückschlagen. "Der Iran hat gerade erklärt, dass er heute sehr hart zuschlagen wird, härter als je zuvor", schrieb der US-Präsident bei Truth Social. "Sie sollten das jedoch besser nicht tun, denn wenn sie es tun, werden wir sie mit einer noch nie dagewesenen Wucht treffen."

Trump rechtfertigte die Tötung Chameneis als Gerechtigkeit nicht nur für das iranische Volk, sondern auch für Amerikaner und Menschen weltweit, die von Chamenei und seiner "Bande blutrünstiger Verbrecher" getötet oder verstümmelt worden seien. Der Angriff ziele darauf ab, eine jahrzehntelange Bedrohung zu beenden und sicherzustellen, dass der Iran keine Atomwaffen entwickeln könne.

Quelle: ntv.de, bho/dpa/rts

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