Politik

Autoindustrie im Strukturwandel Grüne fordern End-Datum für Verbrenner

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"Wir fordern die Bundesregierung auf, einen Zukunftsplan für die Autoindustrie vorzulegen", sagt Grünen-Fraktionschef Hofreiter.

(Foto: picture alliance/dpa)

Im Kanzleramt treffen sich am Nachmittag mehrere Minister zu Gesprächen über den Strukturwandel in der Automobilindustrie. Für Grünen-Fraktionschef Hofreiter sollte dabei auch endlich ein festes Datum für das Ende des Verbrennungsmotors gefunden werden.

Vor dem Treffen zum Strukturwandel in der Autoindustrie im Kanzleramt haben die Grünen von der Bundesregierung ein festes Datum für den Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor verlangt. "Wir fordern die Bundesregierung auf, einen Zukunftsplan für die Autoindustrie vorzulegen", sagte Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter der "Rheinischen Post". Dazu müsse neben einem festgeschriebenen Ausstiegsdatum für den Verbrennungsmotor auch eine Elektroauto- und Ladesäulen-Offensive gehören.

Hofreiter forderte zudem eine rasche Umsetzung der geplanten ökologischen Reform der Kfz-Steuer. Sowohl die Verbraucher als auch die Industrie müssten Klarheit darüber bekommen, welches Auto-Modell sich in Zukunft lohnen werde.

Gespräche über Folgen des Strukturwandels

Der Grünen-Fraktionschef verlangte ferner "klare Angebote" an die Beschäftigten der Branche zur Bewältigung der für sie entstehenden Folgen des Strukturwandels. Die Mitarbeiter müssten "die Chance auf einen Beruf mit Zukunft" bekommen, durch ein Recht auf Weiterbildung und die Einführung eines Qualifizierungs-Kurzarbeitergeldes.

Kanzleramtsminister Helge Braun von der CDU empfängt am Nachmittag Vertreter der Autoindustrie, Gewerkschaften, Arbeitgeberverbände und der Bundesländer mit Autoindustriestandorten. Auch Arbeitsminister Hubertus Heil von der SPD, Verkehrsminister Andreas Scheuer von der CSU, Wirtschaftsminister Peter Altmaier und Bildungsministerin Anja Karliczek, beide von der CDU, nehmen an den Beratungen teil.

Im Zentrum des Treffens stehen die Folgen des Strukturwandels für die Arbeitnehmer. Entscheidungen sind nach Angaben eines Regierungssprechers allerdings noch nicht zu erwarten.

Quelle: ntv.de, bad/AFP