Politik

"Haben keine Tage zu verlieren" Grüne verlangen FFP2-Masken für jeden

Die Grünen wollen das Coronavirus mit fünf neuen Maßnahmen aufhalten, das teilte Parteichefin Annalena Baerbock (links) nach der Jahresauftaktklausur mit.

Geschlossene Schulen, aber in Großraumbüro tummeln sich Menschen - das ist laut Grünen schwer verständlich für die Bevölkerung.

(Foto: dpa)

Bund und Länder müssen im Kampf gegen das Virus einen deutlichen Zahn zulegen. Das fordern die Grünen-Vorsitzenden Baerbock und Habeck. In einem Fünf-Punkte-Plan wird neben der Verteilung der besonders sicheren Masken auch verlangt, dass Arbeitgeber Homeoffice anordnen.

Die Grünen wollen das Coronavirus mit fünf neuen Maßnahmen aufhalten. Es sei Schlimmstes zu befürchten, sagte Parteichefin Annalena Baerbock nun in Berlin nach einer mehrtägigen digitalen Jahresauftaktklausur des Parteivorstands insbesondere mit Blick auf möglicherweise ansteckendere Virusmutationen. Schon vor den für den 25. Januar geplanten nächsten Corona-Beratungen von Bund und Ländern müsse gehandelt werden.

Es sei "jetzt noch mal drastisch alles dafür zu tun, die Kontakte weiter zu reduzieren". So müsse Bundesarbeitsminister Hubertus Heil von der SPD das Arbeitsschutzgesetz nutzen, um wo immer möglich die Arbeit im Home Office anzuordnen. "In der aktuellen Situation ist es geboten, dass zu Hause arbeitet, wer zu Hause arbeiten kann", heißt es in einem Beschluss des Parteivorstandes.

"Die Erfahrung zeigt, dass dies nicht funktioniert. (...) Es braucht deshalb sowohl ein Recht auf Homeoffice als auch ein Gebot für Arbeitgeber, dies zu ermöglichen." Es sei der Bevölkerung nur schwer erklärbar, dass Menschen weiterhin im Großraumbüro arbeiteten, während die Kinder nicht in die Schule dürften, sagte Baerbock.

FFP2-Masken für Bevölkerung

Zudem soll der Staat die Bevölkerung komplett mit den besonders sicheren FFP2-Masken ausstatten. Für Züge solle eine Reservierungspflicht eingeführt werden, um Abstand zwischen den Passagieren sicherzustellen, verlangte sie.

Das Gesundheitsministerium müsse außerdem Corona-Schnelltests auch für zuhause ermöglichen. Schließlich müssten die Impfungen beschleunigt werden. Dazu sollten die Behörden Menschen für Impftermine kontaktieren, "damit sie nicht stundenlang in Hotlines hängen", mobile Impfteams losschicken und Aufklärungskampagnen starten. "Wir haben keine Tage zu verlieren", sagte Baerbock.

Quelle: ntv.de, ysc/dpa/rts