Politik

"ntv Frühstart" Günther fordert Belüftungsoffensive

Wenn es draußen kalt wird, kann man drinnen nicht mehr so leicht lüften. Schleswig-Holsteins Regierungschef will deshalb jetzt Luftfilter für ganz Deutschland. Das Thema soll am Dienstag bei der Konferenz der Ministerpräsidenten eine Rolle spielen.

Der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, Daniel Günther, hat sich dafür ausgesprochen, bei der anstehenden Ministerpräsidentenkonferenz mit der Bundeskanzlerin die gemeinsame Anschaffung mobiler Belüftungsgeräte für Innenräume in der Coronazeit zu beschließen.

"Ich würde mir ausdrücklich wünschen, dass wir am nächsten Dienstag auch darüber sprechen und uns möglichst bundesweit auf ein gemeinsames Vorgehen verständigen. Vielleicht auch, dass der Bund das ein bisschen mit unterstützt", sagte der CDU-Politiker im "Frühstart" von ntv mit Blick auf Einrichtungen wie Schulen und Kitas. Schleswig-Holstein sei im Haushalt mit 15 Millionen Euro für Belüftungssysteme und Hygienemaßnahmen schon "in Vorleistung gegangen". Belüftungsgeräte können in Innenräumen dafür sorgen, dass ein Luftaustausch auch in der kalten Jahreszeit möglich ist. Einige Geräte können dazu Viren herausfiltern.

Darüber hinaus betonte Günther, er sehe vor dem Treffen am Dienstag "keinen hohen Änderungsbedarf" bei den Corona-Regeln in Deutschland, trotz der fallenden Temperaturen. Für Innenräume gälten bereits andere Regeln als draußen, zum Beispiel teilweise Maskenpflicht. "Deshalb sind wir auch darauf vorbereitet. Wenn jetzt mehr Menschen wieder nach innen gehen, haben wir ein Regelwerk und das müssen wir einfach nur umsetzen."

Der CDU-Politiker wies die Forderung der Wissenschaftsakademie Leopoldina nach bundeseinheitlichen Regeln zurück. "Wir haben ja die Forderung schon umgesetzt. Wir haben ja ein bundesweites Regelwerk, was einheitlich ist." Es sei etwa in allen Bundesländern gleich, dass man Maßnahmen treffe, wenn bestimmte Kennzahlen beim Virus überschritten würden.

Am Mittwoch hatte Günther die Bürger seines Bundeslandes aufgefordert, in den Herbstferien möglichst auf Urlaub zu verzichten. Im "Frühstart" präzisierte er seine Forderung: "Ich habe ausdrücklich nicht daran appelliert, dass man jetzt keinen Urlaub machen darf. Wenn der Urlaub genommen ist, soll er natürlich auch genommen werden. Aber mein Appell ist schon, im Moment auf Reisen zu verzichten, auch ins Ausland." Er betonte, "dass man in Schleswig-Holstein im Moment sicher" sei. Es gebe kaum einen Fleck auf der Welt, wo man besser gegen Corona geschützt sei.

Quelle: ntv.de, psc