Politik

Trump und Biden betroffen Hacker zielen auf Wahlkampfteams

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Ausländische Hackergruppen versuchen, Einfluss auf die Meinung des amerikanischen Wahlvolks zu nehmen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die einen wollen den Demokraten Biden um jeden Preis schwächen, die anderen wollen eine Wiederwahl Trumps unbedingt verhindern: Hackergruppen aus Russland, China und dem Iran intensivieren ihre Angriffe auf Mitarbeiter der beiden US-Präsidentschaftskandidaten. Manche von ihnen sind keine Unbekannten.

Knapp zwei Monate vor der US-Präsidentenwahl mehren sich nach Erkenntnissen des Softwarekonzerns Microsoft die ausländischen Hackerangriffe auf die Wahlkampfteams. Angreifer mit Verbindungen zu Russland, China und dem Iran versuchen Personen aus dem Umfeld von Präsident Donald Trump und dessen demokratischem Herausforderer Joe Biden auszuspähen, wie aus einem Bericht von Experten des Unternehmens hervorgeht. Die Spionage-Attacken würden intensiver, je näher der Wahltermin rücke, sagte Microsofts Vizepräsident für Kundensicherheit, Tom Burt.

Eine russische Hackergruppe habe amerikanische Beraterfirmen angegriffen, die sowohl für die Demokraten als auch für die Republikaner arbeiten, berichtete Microsoft. Es sei dieselbe Gruppe mit dem Namen "Strontium", die im Wahlkampf 2016 E-Mails der demokratischen Partei erbeutet habe. Die E-Mails waren damals kurz vor der Wahl veröffentlicht worden und hatten Hillary Clinton, der Gegenkandidatin des heutigen Präsidenten Trump, geschadet.

Eine chinesische Hackergruppe habe in diesem Jahr erfolglos versucht, E-Mail-Accounts im Umfeld des Wahlkampfteams des Präsidentschaftskandidaten Biden anzugreifen, erklärte Microsoft. Auch habe eine Gruppe mit dem Namen "Zirconium" mindestens eine "prominente Person" mit früherer Verbindung zu Trumps Weißem Haus ins Visier genommen, hieß es. Zwischen März und September habe es "Tausende" Attacken dieser Hacker gegeben - von denen fast 150 erfolgreich gewesen seien. Hacker aus dem Iran hätten unter anderem ohne Erfolg versucht, in Accounts von Beamten der Trump-Regierung und Personen aus seinem Wahlkampf-Team einzudringen.

Die US-Geheimdienste hatten bereits Anfang August mitgeteilt, dass sich Russland, China und Iran in den laufenden Wahlkampf einmischen. Dabei versuche Russland, Biden zu schwächen, während China und Iran eine Wiederwahl Trumps verhindern wollten, hieß es. Von offiziellen Vertretern der drei genannten Länder waren keine Stellungnahmen zu bekommen. Die Wahlkampfteams Bidens und Trumps erklärten, sich der Spionage-Versuche bewusst zu sein.

Quelle: ntv.de, fzö/rts/dpa