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Anschlag "konkret vorbereitet" Haftbefehl gegen terrorverdächtigen Syrer

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Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen in dem Terrorverdachtsfall von Schwerin an sich gezogen.

(Foto: dpa)

Die Festnahme eines Terrorverdächtigen in Schwerin erfolgte laut Innenminister de Maizière zum "richtigen Zeitpunkt": Früh genug, um einen Anschlag zu verhindern - spät genug, um Beweise zu sichern. Das bestätigt nun der Haftrichter am Bundesgerichtshofs.

Nach der Festnahme eines Syrers in Schwerin wegen schwerwiegenden Terrorverdachts sitzt der Mann nun in Untersuchungshaft. Gegen den 19-Jährigen habe die Bundesanwaltschaft einen Haftbefehl beim Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs erwirkt, teilte die Behörde mit.

Laut Bundesanwaltschaft hat der junge Mann einen Bombenanschlag geplant und bereits konkret vorbereitet. Sein Ziel sei es gewesen, möglichst viele Menschen zu töten und zu verletzen. Der junge Mann soll über das Internet auch Kontakt zu einer Person gehabt haben, die sich selbst als "Soldat des Kalifats", also als Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat, bezeichnete. 

Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier teilte mit, der Festgenommene sei im Herbst 2015 als Flüchtling nach Deutschland gekommen. Er habe im Februar 2016 einen Asylantrag gestellt. Seit April 2016 sei er im Besitz einer befristeten Aufenthaltserlaubnis gewesen und habe subsidiären Schutz gehabt. Bisher sei der Mann nicht auffällig gewesen.

Laut Bundesanwaltschaft hatte der Syrer spätestens im Juli mit der Beschaffung elektronischer Bauteile und Chemikalien begonnen - darunter Schwefelsäure und Wasserstoffperoxid enthaltende Oxidatorlösungen. Beide Chemikalien sind neben Aceton Bestandteile des Sprengstoffs TATP. Dieser sollte offenbar als Initialsprengstoff für eine größere Sprengladung dienen. Es seien auch Bauteile für eine Fernzündung gefunden worden.

Nach Angaben des Bundesinnenministers führte die Überwachung der Internetkontakte im Sommer auf die Spur des jungen Syrers. Er habe dort alles bestellt, was man zum Bau einer Bombe benötigt, sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière. "Nach allem was wir wissen, erfolgte der Zugriff zum richtigen Zeitpunkt: spät genug, um Beweise zu sichern und gleichzeitig früh genug, um die Gefahr zuverlässig zu bannen."

Quelle: n-tv.de, mbo/dpa

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