Politik

Messen für die CDU gesungen Hamburger wollen den Wechsel

Die erste von sieben Landtagswahlen in diesem Jahr scheint für die CDU verloren. Umfragen prognostizieren Hamburgs Bürgermeister Ahlhaus in zwei Wochen eine schwere Niederlage, während sein SPD-Kontrahent Scholz vor der absoluten Mehrheit steht. Ein Alptraum für die Grünen.

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Olaf Scholz kann möglicherweise sogar ohne die Grünen regieren.

(Foto: REUTERS)

Das Superwahljahr 2011 läuft für die CDU nicht gut an. Rund eineinhalb Wochen vor der Bürgerschaftswahl in Hamburg stehen die Zeichen auf einen Regierungswechsel. Die regierende CDU kommt in der aktuellen Umfrage von Infratest dimap für die ARD auf 23,5 Prozent der Stimmen. Die SPD erreicht 45 Prozent. Die Grünen liegen bei 14 Prozent. Die FDP mit 5,0 Prozent und die Linke mit 5,5 Prozent müssen um den Einzug in die Bürgerschaft bangen, die am 20. Februar neu gewählt wird.

Mehr als die Hälfte der Hamburger, nämlich 60 Prozent, wünscht sich, dass der nächste Hamburger Senat von der SPD geführt sein sollte. Nur 24 Prozent sind der Ansicht, der neue Senat sollte wieder von der CDU geführt sein.

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Christoph Ahlhaus hat die Hamburger enttäuscht.

(Foto: dpa)

In der Direktwahlfrage liegt SPD-Herausforderer Olaf Scholz klar vor Amtsinhaber Christoph Ahlhaus (CDU). Könnten die Hamburger den Ersten Bürgermeister direkt wählen, würden sich 55 Prozent für Scholz und nur 21 Prozent für Ahlhaus entscheiden.

Alptraum für die Grünen

Die Grünen – einst verantwortlich für das schnelle Ende der schwarz-grünen Koalition – sind jetzt daran interessiert, dass die SPD nicht zu stark wird. Sie wollen auf keinen Fall zurück auf die Oppositionsbank. Ihr Wahlkampf hat sich deshalb entsprechend verändert, der potenzielle Koalitionspartner scheint inzwischen der größte politische Gegner zu sein.

Nur eine "hypothetische Kausalität"

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Von Beust glaubt, er hätte den "Kladderadatsch" verhindern können.

(Foto: dpa)

Altbürgermeister Ole von Beust (CDU) wies unterdessen zurück, dass er selbst mitverantwortlich sein könnte für die desaströsen Umfragewerte seiner eigenen Partei. Das sei eine hypothetische Kausalität, "die ich menschlich nachvollziehen kann, die aber wirklich jeder wissenschaftlichen Grundlage entbehrt", sagte er in Hamburg. Gleichwohl räumte Beust mit Blick auf die Folgen seines Rücktritts erneut ein: "Wenn ich gewusst hätte, dass das so einen Kladderadatsch gibt, hätte man gemeinsam einen anderen Weg finden müssen."

Beust hatte am Tag der Niederlage beim Schulvolksentscheid im Juli 2010 seinen Rückzug angekündigt und wurde Ende August von Christoph Ahlhaus als Bürgermeister abgelöst. Keine 100 Tage später erklärten die Grünen Deutschlands erste schwarz-grüne Koalition auf Landesebene für beendet. Während die Grünen daraufhin in Umfragen zulegten, stürzte die CDU ab und hat sich bis heute nicht davon erholt.

Quelle: n-tv.de, dpa

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