Politik

Tipps gegen Sexismus Hasselfeldt verteilte früher Ohrfeigen

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"Die sofortige Reaktion ist ausschlaggebend", sagt Gerda Hasselfeldt.

(Foto: imago/Martin Müller)

Nach den Vorwürfen gegen CDU-Politiker diskutieren die Unionsparteien über Sexismus. Daran beteiligt sich auch CSU-Landesgruppenchefin Hasselfeldt. Sie spricht über ihre persönlichen Erfahrungen als junge Kellnerin.

Die bayerische CSU-Landesgruppenvorsitzende Gerda Hasselfeldt hat ihre eigenen Erfahrungen mit Sexismus gemacht. Als junge Frau arbeitete sie als Kellnerin im Gasthaus ihrer Eltern in Bayern.

"Da habe ich einem angetrunkenen Gast mal links und rechts eine Ohrfeige gegeben, weil er mich unsittlich angefasst hat", erzählte Hasselfeldt. "Obwohl er ziemlich betrunken war, hat es gewirkt - dauerhaft."

Die CSU-Politikerin rät Frauen in Fällen von Sexismus, sich zu wehren. "Die sofortige Reaktion ist ausschlaggebend." Hasselfeldt befürwortet eine Diskussion über Sexismus. Diese dürfe jedoch nicht auf einzelne Parteien begrenzt sein. "Das ist eine Diskussion, die sich durchaus auch eignet für die Gesellschaft insgesamt."

Hintergrund sind die von einer CDU-Politikerin erhobenen Sexismus-Vorwürfe gegen Parteimitglieder. Die Berliner CDU-Politikerin Jenna Behrends hatte am vergangenen Freitag von einem Parteitag der Berliner CDU im Frühjahr berichtet, auf dem sie ein Senator vor anderen Leuten als «große süße Maus» bezeichnet habe. Dieser Senator soll einen Parteifreund zudem gefragt haben: "Fickst du die?"

Quelle: n-tv.de, cro/afp

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