Politik

Umweltministerin geht Hendricks scheidet aus Regierung aus

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Barbara Hendricks geht mit einem "guten Gefühl".

dpa

Im Rätselraten um die Postenverteilung in der künftigen Bundesregierung äußert sich die bisherige Bundesumweltministerin: Barbara Hendricks wird der Regierung in Zukunft nicht mehr angehören. Über eine Nachfolgerin wird bereits spekuliert.

Auch die bisherige Bundesumweltministerin Barbara Hendricks von der SPD ist in der künftigen Bundesregierung nicht mehr vertreten. "Ich werde der neuen Bundesregierung nicht angehören", sagte Hendricks der "Rheinischen Post". Zuvor hatte dies bereits Außenminister Sigmar Gabriel mitgeteilt.

Hendricks zeigte sich "dankbar", dass sie die letzten vier Jahre als Bundesumwelt- und Bauministerin dem Land, seinen Menschen und ihrer Partei habe dienen dürfen. "Ich gehe mit einem guten Gefühl aus diesem Amt, weil ich glaube, dass ich dazu beitragen konnte, Positives für unser Land und für die Umwelt bewegt zu haben", so Hendricks. Ihrer Partei wünscht die scheidende Ministerin, dass sie zu alter Stärke zurückfindet.

Die 65-Jährige aus Kleve vertrat auf SPD-Seite Nordrhein-Westfalen im Bundeskabinett von Kanzlerin Angela Merkel. Da auch in der neuen Großen Koalition einer der sechs SPD-Ministerposten mit einem Politiker aus NRW besetzt werden soll, wird dafür die frühere nordrhein-westfälische Forschungsministerin Svenja Schulze gehandelt - unklar war zuletzt, ob ebenfalls als Umwelt- oder als Familienministerin. Bis zu diesem Freitag will die SPD die Liste vorlegen.

Eigentlich wollte Niedersachsen das Umweltressort besetzen, dafür wurde der Umweltpolitiker und Bundestagsfraktionsvize Matthias Miersch als Favorit gehandelt. Eines der wichtigsten Projekte für den neuen Ressortchef wird es sein, die Suche nach einem Endlager für Atommüll zu organisieren. Deshalb hat die SPD in Niedersachsen ein besonderes Interesse an dem Posten: Kein Bundesland ist bisher mehr von atomaren Altlasten betroffen als Niedersachsen, wo in Gorleben ein großes Castor-Zwischenlager steht.

Quelle: n-tv.de, ftü/AFP/dpa

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