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"Nicht nur Russen sind schuld" Hoeneß zeigt Verständnis für Krim-Annexion

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(Foto: picture alliance / Sven Hoppe/dp)

Deutschlands Fußball-Rekordmeister Bayern München polarisiert. Das liegt auch am Führungspersonal wie dem Vereinspräsidenten Hoeneß. Der jüngste Beweis sind Äußerungen rund um die russische Annexion der Krim.

Bayern Münchens Vereinspräsident Uli Hoeneß hat um Verständnis für die russische Annexion der Krim geworben. "Ich bin nicht der Meinung, dass nur die Russen schuld waren, dass diese Krim-Geschichte passiert ist", sagte Hoeneß beim Düsseldorfer Ständehaus-Treff der "Rheinischen Post". "Wenn die Nato immer näher kommt und an die russische Mittelmeerflotte heranrückt, dann möchte ich mal hören, wie Sie reagieren." Es sei aber "nicht in Ordnung" gewesen, "dass der Krieg passiert ist", so Hoeneß weiter.

 Russland hatte die ukrainische Schwarzmeerhalbinsel Krim im März 2014 annektiert. Zudem kämpfen seit mehr als drei Jahren pro-russische Separatisten in der Region Donezk und dem angrenzenden Gebiet Luhansk gegen ukrainische Regierungstruppen. In dem Krieg starben UN-Angaben zufolge bisher mehr als 10.000 Menschen. 

Die EU-Staaten hatten 2014 mit Wirtschaftssanktionen reagiert und diese zuletzt bis zum Sommer verlängert. Derzeit fordern unter anderem ostdeutsche Ministerpräsidenten eine Lockerung der Sanktionen.

Auch Hoeneß kritisierte die scharfe Ablehnung der russischen Politik: "Die Deutschen machen einen Riesenfehler, dass wir die Russen permanent attackieren", sagte er. "Es wäre viel besser, wenn wir kooperieren würden." Nichts werde sich ändern durch Aggression. "Ein Land wie Russland können Sie nicht so führen wie die Demokratie in Deutschland."

Quelle: n-tv.de, bad/dpa

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