Politik

Fliehen Anführer nach Syrien? Hollande warnt vor IS-Flucht nach Rakka

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Szene eines Videos, das der IS herausgegeben hat und das Kämpfer der Extremistenorganisation zeigen soll, die nachts in Mossul patrouillieren.

(Foto: REUTERS)

Die Offensive auf die IS-Hochburg Mossul geht schneller voran als erwartet. Derweil wächst die Sorge, dass die IS-Kämpfer aus der nordirakischen Stadt ins syrische Rakka fliehen und sich neu formieren könnten.

Die Flucht von Dschihadisten aus der umkämpften irakischen IS-Hochburg Mossul ins syrische Rakka muss nach den Worten des französischen Staatspräsidenten François Hollande verhindert werden. Terroristen dürften nicht an andere Orte gelangen und von dort aus ihre Aktionen weiterführen, sagte Hollande zur Eröffnung einer Ministerkonferenz zur Zukunft von Mossul. Rakka gilt ebenfalls als eine Hochburg der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Die US-Armee hatte am Mittwoch erklärt, seit Beginn der Offensive seien mehrere IS-Anführer aus Mossul geflohen.

Hollande sagte mit Blick auf die Schlacht von Mossul: "Auf militärischer Ebene wird sie lang sein." Die Zivilbevölkerung müsse geschützt werden. "Alles wird getan, um den Bewohnern der Ebene von Ninive die notwendige humanitäre Hilfe zu bringen (...)", sagte der Staatschef. Die Offensive hatte vor wenigen Tagen begonnen.

Irakische Sicherheitskräfte setzen ihre Offensive auf die IS-Hochburg Mossul indes den vierten Tag in Folge fort. Sie rückten in einer großangelegten Operation aus drei Richtungen auf die Stadt vor und hätten mehrere Dörfer eingenommen, hieß es seitens der irakischen Armee und der kurdischen Peschmerga-Kämpfer. Das Oberkommando der Peschmerga in Erbil erklärte, Ziel sei es, strategisch wichtiges Gebiet unter Kontrolle zu bringen und die Bewegungsfreiheit des IS einzuschränken. Der irakische Ministerpräsident Haidar al-Abadi sagte in einer im Fernsehen übertragenen Rede, die irakischen Sicherheitskräfte kämen schneller voran als geplant.

Der staatliche TV-Sender Al-Iraqiya berichtete, Anti-Terror-Kräfte der Armee rückten auch auf den Ort Bartella östlich von Mossul vor. Dieser war vor der Eroberung durch den IS im August 2014 vor allem von Christen bewohnt worden. Ein Reporter des Nachrichtensenders Al-Arabija berichtet aus dem Kampfgebiet, Bartella solle noch am Donnerstag eingenommen werden.

Quelle: ntv.de, bdk/dpa/AFP

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