Politik

Moschee-Angriffe in Neuseeland IS droht mit Vergeltung

Mindestens 50 Menschen sterben bei den Anschlägen auf zwei Moscheen im neuseeländischen Christchurch. Der Massenmord war rassistisch motiviert und ruft nun den IS auf den Plan.

Nach den Moschee-Angriffen in Neuseeland hat die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) Vergeltung angekündigt. Die "Anführer der Ungläubigen" hätten über die Opfer des "Massakers" nur Krokodilstränen vergossen, sagte IS-Sprecher Abu al-Hassan al-Muhadschir in einer Audiobotschaft. Die Tötungsszenen aus den beiden Moscheen spornten jedoch die Anhänger des IS an, ihre Religion und ihre Glaubensbrüder zu rächen.

Die Echtheit der mehr als 40 Minuten langen Botschaft konnte zunächst nicht überprüft werden. Sie wurde aber über die üblichen Kanäle des IS in den sozialen Medien verbreitet.

Bei einem rassistisch motivierten Doppelanschlag auf zwei Moscheen hatte ein mit Sturmgewehren und Schrotflinten bewaffneter Mann am vergangenen Freitag im neuseeländischen Christchurch 50 Menschen getötet. Mehr als 30 Verletzte erlitten teils schwerste Schusswunden und werden noch im Krankenhaus behandelt. Dem 28 Jahre alten Rechtsextremisten aus Australien droht wegen vielfachen Mordes eine lebenslange Haft.

IS: weiterer Widerstand in Syrien

Der IS-Sprecher drohte zudem den USA und ihren Verbündeten weiteren Widerstand in Syrien an. Dort gehen Truppen unter kurdischer Führung derzeit mit Unterstützung der internationalen Anti-IS-Koalition gegen die letzte IS-Bastion in dem Bürgerkriegsland vor. In der Ortschaft Baghus an der syrisch-irakischen Grenze sollen sich noch einige Hundert IS-Kämpfer auf engstem Raum eingekreist aufhalten.

Die USA hätten in Syrien einen "fingierten Sieg" verkündet, der mit der Realität nichts zu tun habe, erklärte der IS-Sprecher. Die Dschihadisten seien wie Steine, an denen die "Koalition der Ungläubigen" zerbrechen werde. Was auch immer diese tun und planen würden, der Islamische Staat werde siegen. US-Präsident Donald Trump hatte Ende Februar erklärt, dass "100 Prozent" des vom IS kontrollierten Gebietes zurückerobert worden sei.

Quelle: n-tv.de, bad/dpa

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