Politik

Corona-Hotspot Weißes Haus In Trumps Umfeld gibt es einen weiteren Fall

Und wieder gibt es die Meldung über einen engen Mitarbeiter von US-Präsident Trump, der positiv auf das Coronavirus getestet wird: Berater Stephen Miller gehört zur mittlerweile langen Liste der Infizierten. Sein Fall stellt nun auch das geplante Vizekandidaten-Duell infrage.

Die Liste der mit dem Coronavirus infizierten Vertrauten des US-Präsidenten Donald Trump wird immer länger. Am Dienstag wurde auch Präsidenten-Berater Stephen Miller positiv getestet, wie Trumps Sprecherin Kayleigh McEnany im TV-Sender Fox News sagte. "Es ist offensichtlich, dass es einen Ausbruch im Weißen Haus gab", räumte sie ein.

Wie es aus dem Weißen Haus hieß, habe Miller in den vergangenen fünf Tagen von zu Hause aus gearbeitet. Dabei sei er täglich getestet worden, bis zuletzt negativ. Nun sei der Test positiv ausgefallen. Er befinde sich nun in Quarantäne.

Millers Infektion könnte auch Fragen zur anstehenden TV-Debatte des Vize-Präsidenten Mike Pence mit Gegenkandidatin Kamala Harris aufwerfen. Seine Ehefrau Katie Miller ist Sprecherin von Pence und flog mit dem Vizepräsidenten nach Salt Lake City, wo die Debatte am Mittwochabend stattfinden soll. Laut US-Medienberichten war ihr Test am Dienstag negativ, sie habe Salt Lake City aber trotzdem verlassen.

Trump laut Leibarzt symptomfrei

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Auch Präsidenten-Berater Stephen Miller ist positiv.

(Foto: REUTERS)

Der Leibarzt von Pence betonte unterdessen am Dienstag, dass die Coronavirus-Tests des Vizepräsidenten nach wie vor negativ ausfielen und er keine Quarantäne benötige. In den vergangenen Tagen war bei McEnany und diversen anderen Vertrauten Trumps eine Coronavirus-Infektion festgestellt worden. Der US-Präsident hatte am Freitag seine Covid-Erkrankung bekannt gegeben und das Wochenende im Krankenhaus verbracht.

Ranghohe Generäle, darunter Generalstabschef Mark Milley, arbeiten laut Medienberichten derzeit von zu Hause aus, weil sie bei einer Besprechung dem Coronavirus ausgesetzt gewesen sein könnten. Der Präsident hat nach eigenen Angaben keine Symptome mehr, zugleich hält sich das Weiße Haus aber mit Details über seinen Gesundheitszustand zurück.

"Insgesamt geht es ihm weiterhin extrem gut", teilte Trumps Leibarzt Sean Conley mit. Der Präsident habe keine Symptome gemeldet, seine Werte seien stabil und die Sauerstoffsättigung seines Bluts liege bei 95 bis 97 Prozent. Trump wurde vergangene Woche Sauerstoff zugeführt, nachdem dieser Wert gefallen war - was meist von Lungenproblemen zeugt. Der Präsident wurde bei seinem dreitägigen Klinik-Aufenthalt mit einem experimentellen Antikörper-Mittel und Steroiden behandelt.

Quelle: ntv.de, jog/dpa