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Donnerstag, 14. Juni 2018

Gewalt gegen Palästinenser: "Internationale Schutzmission" gefordert

Seit Ende März und dem Beginn der Proteste an der Grenze des Gazastreifens sind mehr als 120 Palästinenser durch israelische Einsatzkräfte getötet worden. Die UN-Vollversammlung verurteilt nun diese Gewaltwelle. Es ist nur der erste Schritt.

Die UN-Vollversammlung hat den massiven Gebrauch von Gewalt durch Israel gegen palästinensische Zivilisten verurteilt. Für eine entsprechende Resolution stimmten 120 Staaten, 8 stimmten dagegen, 45 enthielten sich. Generalsekretär Antonio Guterres wurde aufgefordert, Empfehlungen für einen "internationalen Schutzmechanismus" für die besetzten palästinensischen Gebiete zu erarbeiten. Die Resolution wurde von Algerien, der Türkei und den Palästinensern eingebracht, nachdem eine ähnlich Resolution im Sicherheitsrat am Veto der USA gescheitert war.

In dem Text wird auch der Abschuss von Raketen aus dem Gazastreifen auf israelisches Gebiet verurteilt. Die Hamas, die das Palästinensergebiet kontrolliert, wird dabei aber nicht namentlich genannt.

Seit Beginn der Proteste an der Grenze des Gazastreifens zu Israel Ende März wurden mehr als 120 Palästinenser durch israelische Einsatzkräfte getötet. Nach palästinensischer Darstellung handelte es sich bei den Demonstranten überwiegend um unbewaffnete Zivilisten. Israelischen Angaben zufoge waren viele der Getöteten Extremisten.

Quelle: n-tv.de