Politik

Schlüsselrolle der Kurden Irakische Regierung nimmt Mossul ins Visier

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Vor eineinhalb Jahren nahm der IS die Großstadt Mossul ein. Sie ist seither die Basis der Terroristen im Irak.

(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Die Pläne sind ehrgeizig: Kommendes Jahr will die irakische Regierung das Land vom IS befreien. Eine Schlüsselstadt ist dabei die Millionenstadt Mossul. Ein Minister in Bagdad weiß schon, wer helfen soll. Indirekt wäre auch die Bundeswehr dabei gefragt.

Die irakische Armee ist nach Einschätzung von Finanzminister Hoschijar Sebari bei der geplanten Rückeroberung der Millionenstadt Mossul auf die Hilfe kurdischer Kämpfer angewiesen. "Man kann Mossul nicht ohne die Peschmerga schaffen", sagte der Politiker in einem Interview mit Reuters. Der Kampf gegen die dort herrschende Extremistenmiliz Islamischer Staat werde sehr schwierig, könne aber gewonnen werden.

Die irakischen Streitkräfte hatten die Stadt Ramadi im Westen des Landes am Sonntag von den Islamisten zurückerobert und damit den ersten großen Erfolg seit der IS-Blitzoffensive vor eineinhalb Jahren gefeiert. Das nächste erklärte Ziel ist Mossul, wo vor der Einnahme durch den IS zwei Millionen Menschen lebten. Die Stadt liegt etwa 80 Kilometer von der Kurdenmetropole Erbil entfernt, wo die Bundeswehr Peschmerga-Milizionäre ausbildet und mit Waffen ausrüstet.

Der Kampf um Mossul erfordere gute Vorbereitungen und das Engagement aller wichtigen Kräfte, sagte der Kurde Sebari. Wegen des großen Gebietes könnte die Armee auch auf die Hilfe sunnitischer Kräfte und eventuell auch auf schiitische Milizen angewiesen sein. Beim Kampf um Ramadi blieben diese außen vor, um Konflikte mit der überwiegend sunnitischen Bevölkerung zu vermeiden. Auch in Mossul stellen Sunniten die Mehrheit, während die Zentralregierung in Bagdad von Schiiten geführt wird.

Iraks Ministerpräsident Haider al-Abadi traf derweil zu einem Überraschungsbesuch im befreiten Ramadi ein. Er sei in einem Hubschrauber auf dem Gelände der Universität von Anbar am südlichen Rand der Stadt gelandet, hieß es. Vorgesehen seien Treffen mit leitenden Vertretern des Militärs und der Terrorismusbekämpfung, die an der Offensive auf Ramadi beteiligt gewesen seien.

Quelle: n-tv.de, nsc/rts

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