Politik

Verhandlungen im Iran-KriegTrump zieht sich für "endgültige Entscheidung" zurück

29.05.2026, 18:24 Uhr
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Der US-Präsident weckt Hoffnungen auf einen Durchbruch in den Verhandlungen mit dem Iran. (Foto: picture alliance / Captital Pictures)

Seit Tagen verhandeln Washington und Teheran über ein Rahmenabkommen im Iran-Krieg. Jetzt will sich US-Präsident Trump "endgültig" entscheiden. Doch iranische Quellen schlagen andere Töne an.

US-Präsident Donald Trump hat in den Verhandlungen mit dem Iran eine baldige Entscheidung angekündigt. Er schrieb in seinem Onlinedienst Truth Social, er werde "jetzt" im Weißen Haus mit seinen Sicherheitsberatern zusammenkommen, "um eine endgültige Entscheidung zu treffen". Der Iran äußerte sich derweil zurückhaltend.

Der US-Präsident bekräftigte, dass der Iran den Verzicht auf Atomwaffen erklären und die Straße von Hormus wieder freigeben müsse. Im Gegenzug würden die USA ihre Seeblockade iranischer Häfen beenden, schrieb Trump weiter. Zudem erklärte er, die USA wollten in Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA die iranischen Uran-Bestände "ausgraben und zerstören".

Zu Berichten, wonach der Iran eine finanzielle Entschädigung für den Krieg gefordert habe und das Weiße Haus die Idee von Investitionen ins Spiel gebracht habe, erklärte Trump: "Bis auf Weiteres wird kein Geld ausgetauscht." Es seien lediglich "Punkte von weitaus geringerer Bedeutung vereinbart worden".

Iran: US-Seite muss "überzogene Forderungen" aufgeben

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi äußerte sich in einem Telefonat mit seinem Amtskollegen im Oman derweil zurückhaltend. Eine Einigung hänge davon ab, ob die US-Seite ihre Haltung aufgebe, "die auf überzogenen Forderungen sowie wechselnden und widersprüchlichen Positionen beruht", erklärte das Außenministerium in Teheran.

Inzwischen berichtet auch die iranische Nachrichtenagentur Fars, dass Insider Trumps jüngste Behauptungen über ein mögliches Abkommen mit dem Iran zurückweisen. Sie beschrieben die Aussagen des US-Präsidenten als "eine Mischung aus Wahrheit und Lüge" - und als Versuch, einen Sieg vorzutäuschen. Im Iran sei demnach noch keine finale Entscheidung getroffen worden.

Die Unterhändler beider Seiten hatten sich US-Kreisen zufolge zuvor auf einen Rahmen für weitere Verhandlungen verständigt. Er sieht eine Verlängerung der Waffenruhe um 60 Tage vor. Erstmals seit Kriegsbeginn Ende Februar wollen beide Seiten zudem wieder vertieft über das iranische Atomprogramm verhandeln.

US-Außenminister Marco Rubio kam derweil in Washington mit dem pakistanischen Chefdiplomaten Ishaq Dar zusammen. Pakistan vermittelt in dem Konflikt zwischen Washington und Teheran.

Quelle: ntv.de, nbr/AFP

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