Politik

"Satane der Welt" Iran macht Westen für Proteste verantwortlich

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Der Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden, Hussein Salami, wurde jüngst wegen iranischer Waffenlieferungen an Russland von der EU mit Sanktionen belegt. (Archivbild)

(Foto: picture alliance/dpa/ZUMA Wire)

Die landesweiten Proteste im Iran halten seit Monaten an. Der Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden beschuldigt nun erneut die westlichen Länder, für diese verantwortlich zu sein - in seiner Aufzählung taucht explizit auch Deutschland auf.

Der Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden (IRGC) hat erneut den Westen für die systemkritischen Proteste im Land verantwortlich gemacht. Irans Feinde hätten sich für einen Krieg vorbereitet, sagte Hussein Salami während einer Rede in der Stadt Ghom. "Alle Satane der Welt haben sich versammelt. Amerika, England, Deutschland, Frankreich, Israel, die Saudis und weitere."

Es war das erste Mal, dass ein hochrangiges IRGC-Mitglied Deutschland öffentlich als "Satan" bezeichnete. Salami warnte weiter vor einem inneren Konflikt im Land. Beobachter sehen die Worte jedoch als Versuch, von den Ursachen der landesweiten Proteste abzulenken. Der Kommandeur war jüngst wegen iranischer Waffenlieferungen an Russland für den Krieg in der Ukraine von der EU mit Sanktionen belegt worden. Auch am vergangenen Mittwoch waren wieder zahlreiche Menschen bei Protesten auf den Straßen.

Aktivisten hatten zu dreitägigen Demonstrationen und Streiks im Gedenken an den "blutigen November" von 2019 aufgerufen, als Sicherheitskräfte Proteste gewaltsam niederschlugen. Hunderte Demonstranten sollen vor drei Jahren getötet worden sein. Die jüngste Welle des Protests gegen die autoritäre Politik der Islamischen Republik war vom Tod der iranischen Kurdin Mahsa Amini ausgelöst worden. Sie starb am 16. September in Polizeigewahrsam, nachdem sie wegen Verstoßes gegen die islamischen Kleidungsvorschriften festgenommen worden war.

Quelle: ntv.de, lar/dpa

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