Kurz vor Gesprächen mit den USAIran startet Manöver in Straße von Hormus

Teheran hat bereits mehrfach gedroht, die für den Handel wichtige Straße von Hormus zu blockieren. Nun machen sich dort die Revolutionsgarden vermehrt zu schaffen.
Die iranischen Revolutionsgarden haben laut Staatsmedien Manöver in der Straße von Hormus begonnen. Die Militärübungen, deren Dauer nicht angegeben wurde, dienten der Vorbereitung "potenzieller Sicherheits- und militärischer Bedrohungen" in der strategisch wichtigen Wasserstraße, wie das iranische Staatsfernsehen berichtete.
Teheran hat bereits mehrfach gedroht, die Straße von Hormus zu blockieren, über die etwa 20 Prozent der weltweiten Ölproduktion transportiert werden. Die Straße von Hormus verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman, dem Arabischen Meer und dem Indischen Ozean.
Die Militärübungen kommen einen Tag vor neuen indirekten Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA zum Atomstreit in Genf. Washington und Teheran hatten ihre indirekten Gespräche unter Vermittlung des Oman am 6. Februar wieder aufgenommen.
US-Präsident Donald Trump droht Teheran mit einem Militäreinsatz, sollte es nicht zu einer Einigung im Atomstreit kommen. Der US-Präsident entsandte einen zweiten Flugzeugträger in die Region, um den militärischen Druck noch zu erhöhen.