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200 Mercedes verschrottet Isaf-Mission kostet fast neun Milliarden

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Einsatzwagen vom Typ "Wolf": Gut 200 hat die Bundeswehr in Afghanistan verschrottet.

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Insgesamt 13 Jahre sind Bundeswehr-Soldaten in Afghanistan stationiert. 54 von ihnen verlieren bei dem Einsatz ihr Leben. Eine Liste des Ministeriums gibt nun einen Einblick in die Kosten für den Steuerzahler.

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Fahrzeuge vom Typ "Fuchs" erreichen Emden.

(Foto: picture alliance / dpa)

Deutschland hat für den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan einen hohen einstelligen Milliardenbetrag ausgegeben. Wie die "Tagesschau" unter Berufung auf das Bundesverteidigungsministerium berichtet, summieren sich die Kosten auf rund 8,8 Milliarden Euro. Deutschland beteiligte sich seit 2002 an der Isaf-Mission und hatte zeitweise mehr als 4700 Soldaten in dem Land stationiert. Insgesamt 54 deutsche Soldaten verloren dabei ihr Leben.

Wie es weiter hieß, zeigen die Unterlagen, dass zum Ende des Einsatzes Material für rund 28 Millionen Euro entweder verkauft, verschrottet oder an die Streitkräfte, Behörden oder Hilfsorganisationen verschenkt wurde. Darin enthalten seien Ausrüstungsgegenstände im Wert von vier Millionen Euro, die aus Sicherheitsgründen zerstört wurden.

Den afghanischen Behörden seien keine Waffen überlassen worden. Aus Angst, Fahrzeuge könnten etwa für Selbstmordattentate genutzt werden, hat die Bundeswehr sogar etliche Fahrzeuge zerstört, darunter 200 Geländewagen vom Typ "Wolf". Dabei handelt es sich um eine Militärversion der Mercedes G-Klasse.

Laut dem Bericht werden in den Unterlagen zudem Kosten für den Abzug aufgelistet. So beliefen sich die Kosten dafür bis Ende vergangenen Jahres auf mehr als 66 Millionen Euro. Insgesamt seien 1161 Fahrzeuge und 2465 Container nach Deutschland gebracht worden. Spezielle Waffensysteme wurden demnach bei insgesamt 66 Direktflügen transportiert, da die Türkei keine scharfen Waffen auf ihrem Territorium wollte.

Quelle: n-tv.de, jwu

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