Politik

"Keine konkreten Schritte" Ischinger zieht düstere Bilanz

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Hätte sich mehr von der Sicherheitskonferenz erhofft: Wolfgang Ischinger.

picture alliance / Sven Hoppe/dp

Drei lange Tage reden und diskutieren rund 500 Teilnehmer während der Münchner Sicherheitskonferenz. Zum Ende findet der Chef, Wolfgang Ischinger, zwar deutliche Worte - doch positiv fallen sie nicht aus.

Der Chef der Münchner Sicherheitskonferenz hat ein ernüchterndes Fazit der diesjährigen Diskussionsrunde gezogen. Man habe gehört, was in der Welt falsche laufe, was die Gefahren seien und was man vermeiden wolle, sagte Wolfgang Ischinger zum Abschluss der dreitägigen Konferenz. Aber man habe "nicht genug zu konkreten Schritten" gehört, die eine Verbesserung der düsteren Perspektiven herbeiführen könnten.

Bei der Sicherheitskonferenz hatten seit Freitag rund 500 Politiker und Experten über die großen Konflikte und Krisen der Welt diskutiert. Zu den prominentesten Gästen zählten der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu, der russische Außenminister Sergej Lawrow und der Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, Herbert Raymond McMaster. Aus der Bundesregierung waren unter anderen Außenminister Sigmar Gabriel und Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen vertreten.

Noch am Freitag hatte Ischinger alle Teilnehmer der Konferenz mit den Worten begrüßt, man solle unter anderem Vertrauen aufbauen, Frieden und Sicherheit fördern. Dazu betonte er die Dringlichkeit der Konferenz mit "zu vielen Krisen, zu viel Instabilität in dieser Welt". Es sei nötig, die Warnsignale zu hören "und die leuchten im Moment ganz rot."

Quelle: n-tv.de, lri/dpa

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