Politik

Explosionen in Damaskus Israel schießt Raketen nach Syrien

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Bereits im Januar 2019 flogen leuchtende, israelische Geschosse über Damaskus (Bild).

(Foto: picture alliance/dpa)

Erneut fliegen israelische Raketen über die Golanhöhen in Richtung Syrien. Während einige abgefangen werden können, finden andere Geschosse ihr Ziel. Das befindet sich zwar auf syrischem Territorium, gilt aber wohl einem anderen Akteur.

Syrien hat nach eigenen Angaben eine Reihe von Geschossen aus Israel abgefangen. Syrische Luftabwehrsysteme hätten "leuchtende Objekte" aus Israel abgefangen und einige von ihnen abgeschossen, berichtete die amtliche syrische Nachrichtenagentur Sana unter Berufung auf Armeekreise. In einem späteren Bericht wurden die Geschosse als "feindliche Ziele" bezeichnet, die in Richtung der Provinz Kuneitra in der Nähe der Golanhöhen abgeschossen worden seien.

Sana berichtete überdies von einer "lauten Explosion" im Großraum der syrischen Hauptstadt Damaskus. Die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte erklärte, drei Explosionen hätten den Südwesten von Damaskus erschüttert. Es habe sich um israelische Angriffe auf die Region Kiswah gehandelt, wo sich Waffenlager des Irans und der schiitischen Hisbollah-Miliz befänden, sagte der Leiter der in Großbritannien ansässigen Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman.

Israel hat bereits Hunderte Luftangriffe auf syrischem Territorium verübt, zumeist gegen Ziele des mit Syriens Machthaber Baschar al-Assad verbündeten Iran und der libanesischen Hisbollah. Die jüngsten Angriffe fallen in eine Zeit verstärkter Spannungen zwischen dem Iran und Israels Verbündetem USA.

Die USA waren vor einem Jahr einseitig aus dem Atomabkommen mit dem Iran ausgestiegen. Teheran kündigte vergangene Woche an, bestimmte Auflagen aus der Vereinbarung nicht mehr einzuhalten, und drohte binnen 60 Tagen mit weiteren Schritten. Washington verschärfte daraufhin seine Sanktionen gegen Teheran und verlegte Kriegsschiffe und Langstreckenbomber in die Region.

Quelle: n-tv.de, lou/AFP

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