Politik

China und Japan streiten um Inseln Jets kollidieren fast

flieger_dicht.jpg

Die Aufnahmen des chinesischen Verteidigungsministeriums belegen die Gefährlichkeit des Manövers.

(Foto: www.mod.gov.cn)

China und Japan streiten sich um eine Inselgruppe im ostchinesischen Meer - immer wieder kommt es dabei zu Reibereien. So auch jetzt. Beteiligt sind daran ein japanischer und ein chinesischer Kampfjet.

3j323230.jpg9097370079173873096.jpg

Die Uotsuri-Insel gehört zu der Inselgruppe, um die sich China und Japan streiten. Peking nennt sie Diaoyu, Tokio bezeichnet sie als Senkaku.

(Foto: dpa)

Ein chinesischer und ein japanischer Kampfjet sind im ostchinesischen Meer nur 30 Meter aneinander vorbei geflogen. Dahinter steckte volle Absicht - es dürfte sich um eine gegenseitige Demonstration der Stärke gehandelt haben. Denn China und Japan streiten sich um Inseln in der Region, was in der Vergangenheit immer wieder zu Reibereien führte. Danach schoben sich beide Seiten die Schuld an dem gefährlichen Manöver zu. Japan bestellte den chinesischen Botschafter ein, Chinas Verteidigungsministerium machte Japan verantwortlich.

Chinas Botschafter erhob nach dem Treffen in Tokio schwere Anschuldigungen gegen Japan. Die Notsituation über dem Ostchinesischen Meer sei von Tokio provoziert worden, sagte er. Japan benutze die Situation, um China als Gefahr darzustellen. Schon im Mai waren Kampfjets beider Länder über dem Ostchinesischen Meer gefährlich nahe aneinander vorbeigeflogen.

Nach der Darstellung des Botschafters Cheng Yonghua war das japanische Kampfflugzeug am Mittwoch bis auf 30 Meter an das chinesische Flugzeug herangeflogen. Ein weiteres japanisches Flugzeug sei in der Gegend gewesen. Anschließend habe Chinas Luftwaffe zwei weitere Kampfjets geschickt, die in einer Entfernung von 150 bis 200 Metern die japanischen Flugzeuge beobachtet hätten. Zum Beweis stellte Chinas Verteidigungsministerium zwei Videos ins Internet, die das Zusammentreffen der Flugzeuge zeigen sollen.

China streitet im Ostchinesischen Meer mit Japan um die chinesisch Diaoyu und japanisch Senkaku genannte Inselgruppe. Die Spannungen haben sich seit der Einrichtung einer Luftverteidigungszone durch China im Ostchinesischen Meer im November noch verschärft. Vor dem Flug durch die Zone sollen sich ausländische Passagier- und Militärflugzeuge identifizieren und Anweisungen der chinesischen Luftwaffe folgen. Japan lehnt das jedoch ab.

Quelle: n-tv.de, vpe/dpa

Mehr zum Thema