Politik

200 Injektionen pro Minute Johnson: Mehr als fünf Millionen Dosen verimpft

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"Stich für Stich schützen wir die Verletzlichsten", freut sich Großbritanniens Premier Johnson.

(Foto: REUTERS)

Großbritanniens Gesundheitsminister Hancock spricht von 200 Impfungen pro Minute. Premier Johnson sieht sich daher in der Corona-Krise bereits auf der Siegerstraße. Doch das Land hat noch einiges an Wegstrecke vor sich.

Im Kampf gegen das Coronavirus sind in Großbritannien nach Angaben von Premierminister Boris Johnson bisher mehr als fünf Millionen Impfdosen verabreicht worden. "Stich für Stich schützen wir die Verletzlichsten und kommen dem Sieg über das Virus näher", twitterte Johnson. Gesundheitsminister Matt Hancock sagte, das Pflegepersonal impfe 200 Menschen in der Minute.

Die Regierung hatte angekündigt, bis Mitte Februar die am meisten gefährdeten Menschen wie über 70-Jährige, Pflegeheimbewohner und medizinisches Personal zu impfen, insgesamt etwa 15 Millionen Menschen. Großbritannien ist eines der am schwersten von der Pandemie betroffenen Länder in Europa. Noch immer gibt es täglich Zehntausende Neuinfektionen, zuletzt wurden zudem jeden Tag deutlich mehr als 1000 Todesfälle gemeldet.

Gegen Verstöße gegen Corona-Auflagen will London härter vorgehen. Künftig sollen 800 Pfund (gut 900 Euro) statt 200 fällig werden, wenn Menschen trotz Verbots Partys besuchen, wie Innenministerin Priti Patel ankündigte. "Diese schweren Verstöße kosten Leben", sagte Patel. Die Strafe verdoppele sich bei jedem weiteren Verstoß bis zu einem Höchstbetrag von 6400 Pfund.

Der ranghohe Polizist Martin Hewitt betonte, Partys seien "gefährlich, unverantwortlich und völlig inakzeptabel". Die Polizei werde nicht ihre Zeit damit verschwenden, mit Menschen darüber zu argumentieren. Solche Leute gefährdeten die Leben anderer, sagte Hewitt. Als Beispiele nannte er eine Feier auf der Londoner Szenenmeile Brick Lane mit 40 Menschen, die sich feindselig gegenüber der Polizei verhalten hätten, sowie eine Party mit 150 Menschen in der Grafschaft Hertfordshire. In England sind Treffen mit Mitgliedern anderer Haushalte weitestgehend verboten.

Quelle: ntv.de, lwe/hny/dpa