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Betrifft ausländische Investoren Johnson plant neue Immobiliensteuer

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Studien zufolge kamen in den vergangenen Jahren rund ein Drittel der Investoren für Eigentum im Zentrum Londons aus dem Ausland.

(Foto: REUTERS)

Für die hohen Immobilienpreise in Großbritannien werden vor allem ausländische Investoren verantwortlich gemacht. Und die will Premierminister Johnson künftig stärker besteuern. Das soll rund 120 Millionen Pfund in die Staatskassen spülen.

Die konservative Partei des britischen Premierministers Boris Johnson hat für den Fall ihres Siegs bei der Parlamentswahl im Dezember Steuererhöhungen für ausländische Immobilieninvestoren angekündigt. Nach Angaben der Tories würde die Steuer für Käufer aus dem Ausland um drei Prozentpunkte steigen. Der hohe Anteil an ausländischen Eigentümern war wiederholt für den drastischen Anstieg der Immobilienpreise in Großbritannien mitverantwortlich gemacht worden.

Bislang zahlen Käufer aus dem In- und Ausland die gleichen Steuern, die gestaffelt nach dem Wert der Immobilie bei bis zu zwölf Prozent des Kaufpreises liegen. Diese letzte Stufe greift ab einem Kaufpreis von 1,5 Millionen Pfund (1,8 Millionen Euro).

Nach den Plänen der Konservativen soll darauf künftig noch ein Aufschlag von drei Prozent für Investoren kommen, die keine britischen Steuerbürger sind. Die Tories versprechen sich davon steuerliche Mehreinnahmen von bis zu 120 Millionen Pfund (140 Millionen Euro) im Jahr.

Großbritannien werde weiterhin "offen sein für Menschen, die kommen, um in diesem großartigen Land zu leben, zu arbeiten und ein Leben aufzubauen", sagte Finanzminister Rishi Sunak. Der Steueraufschlag solle es Menschen ermöglichen, "einen großartigen Platz zum Leben und zur Gründung einer Familie" zu haben.

In Großbritannien war wiederholt Kritik an der hohen Quote ausländischer Immobilienbesitzer laut geworden. Studien zufolge kamen in den vergangenen Jahren rund ein Drittel der Investoren für Eigentum im Zentrum Londons aus dem Ausland.

Quelle: n-tv.de, mba/AFP

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