Politik

#MacronDoingThings Jubelnder Präsident wird zum Lacher

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Das Originalbild entstand während des WM-Finales in Russland.

So schön wie der französische Präsident hat sich ein Staatsoberhaupt selten über einen WM-Sieg gefreut. Mit hochgerissenen Fäusten jubelt Macron der Equipe Tricolore zu - ein Bild, das dank einiger kreativer Köpfe nun viral geht: Macron macht Sachen.

Als die Franzosen am Sonntagabend nach zwanzig Jahren den zweiten Sieg in der Geschichte der Equipe Tricolore bei einer Fußball-WM feierten, hielt es im Luschniki-Stadion auch den französischen Präsidenten Emmanuel Macron nicht mehr auf seinem Sitz. Vor lauter Begeisterung sprang der 40-Jährige auf und riss die Fäuste hoch - und just in diesem Moment richtete Fotograf Alexei Nikolsky die Kamera auf den Politiker.

Das Bild ging um die Welt. Und wie das bei ikonischen Schnappschüssen manchmal so ist - man erinnere sich an den denkwürdigen Abgang von Wolfgang Bosbach aus einem TV-Studio - hat nun auch die Pose Macrons einige Zeitgenossen zu kreativen Höchstleistungen animiert.

Unter dem Hashtag #MacronDoingThings haben Twitternutzer seit dem Morgen zahlreiche Memes veröffentlicht, in denen der Präsident und seine Pose in einen neuen Kontext gebettet werden. Macron als Napoleon. Macron als Haifutter. Macron als Steinewerfer bei einer Demo. Macron als Tanzbär in "Pulp Fiction". Stichwortgeber war dieses Mal die Redaktion der NDR-Satiresendung "Extra 3". Sie rief die Nutzer via Twitter dazu auf, den kleinen Spaß mitzumachen - und bot auch gleich eine Blaupause der präsidialen Pose an.

"Habt Frankreich zum Träumen gebracht"

Zugegeben: Nicht alle Memes sind besonders schmeichelhaft für den Franzosen. Von einem Nutzer wird Macron zum Beispiel zum Hosendieb von Alexander Gauland gemacht, von einem anderen zum Backgroundtänzer von Katy Perry. Man kann also nur hoffen, dass es der 40-Jährige mit Humor nimmt. Auf das Weltmeister-Team ist er jedenfalls richtig stolz. So stolz, dass er den Kickern in der Mannschaftskabine einen Besuch abstattete - einschließlich eines ungewöhnlichen Überraschungsgastes.

"Ihr habt ganz Frankreich zum Träumen gebracht", sagte Macron zu den Fußballern, an seiner Seite einen Mann, der im Krieg in Mali einen Arm und ein Bein verloren hatte. Dieser Mann habe ihn zwei Tage vor dem Finale um einen Gefallen gebeten, sagte Macron: "Sagen Sie (den Spielern), dass sie einen kleinen Franzosen wie mich zum Träumen gebracht haben. Deswegen habe ich ihn euch mitgebracht: weil ich wollte, dass ihr spürt, was ihr tut."

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Quelle: n-tv.de, jug/dpa

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