Politik

Deutsch-israelische Formation Kampfjets fliegen an KZ-Gedenkstätte vorbei

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Deutsche und israelische Flugzeuge flogen gemeinsam über Fürstenfeldbruck und die KZ-Gedenkstätte Dachau.

(Foto: dpa)

Erstmals seit Bestehen der Bundeswehr kommt es zu einer Militärübung mit Israel in Deutschland. 200 israelische Soldaten und mehrere Kampfjets sind dafür im Land. Am Morgen gedenkt eine gemeinsame Fliegerformation der Opfer des Holocaust und des Olympia-Attentats von 1972.

Zum Gedenken an den Holocaust und das Attentat auf die Olympischen Spiele von 1972 in München hat eine deutsch-israelische Kampfjet-Formation den Fliegerhorst Fürstenfeldbruck überflogen. Es folgte ein Vorbeiflug an der KZ-Gedenkstätte Dachau.

Anschließend gibt es eine Gedenkfeier in Dachau, an der neben Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer auch der israelische Botschafter Jeremy Issacharoff teilnimmt. Bei der Feier hält zudem der Enkel eines Holocaust-Überlebenden eine Rede.

Bereits gestern waren sechs israelische F-16-Kampfjets sowie weitere Begleitflugzeuge in Nörvenich bei Köln gelandet, um hier an Militärübungen teilzunehmen. Die israelische Delegation umfasst rund 200 Soldaten. Es ist die erste gemeinsame Militärübung der Bundeswehr und der israelischen Streitkräfte in Deutschland.

Die Übung "BlueWings2020" soll bis zum 28. August dauern. Dabei sollen gemeinsam Luftkämpfe, Boden-Luft-Kämpfe, der Umgang mit Boden-Luft-Raketen und andere Kampfszenarien im feindlichen Gebiet erprobt werden.

Quelle: ntv.de, jog/dpa