Politik

Hubschrauberflug gestört Kampfjets kommen Tsipras gefährlich nahe

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"Es wird nur Sprit verschwendet", kommentierte Tsipras lapidar.

(Foto: imago images / ZUMA Press)

Seit Jahrzehnten belauern sich die Türken und Griechen im östlichen Mittelmeer. Bei einem Hubschrauberflug gerät nun sogar Regierungschef Tsipras zwischen die Fronten. Türkische Kampfjets kommen ihm gefährlich nahe.

Mit einem Störmanöver sollen türkische Kampfpiloten über der Ägäis einen Hubschrauberflug von Regierungschef Alexis Tsipras beeinträchtigt haben. Das berichtete Tsipras im griechischen Fernsehen ERT. Der Premier war nach eigenen Angaben auf dem Weg zur kleinen griechischen Insel Agathonisi, als der Pilot seines Helikopters wegen der gefährlichen Bewegungen der türkischen Bomber die Flughöhe habe ändern und tiefer fliegen müssen. "Diese dummen Aktionen haben keinen Sinn. Es wird nur Sprit verschwendet", sagte Tsipras.

Die beiden Nachbarstaaten streiten sich seit Jahrzehnten um Inseln vor der türkischen Küste. Die Türkei hat zahlreiche von Griechen bewohnte, aber auch unbewohnte Eilande zu sogenannten "Grauen Zonen" erklärt - ihr Status sei unklar und müsse geklärt werden. Türkische Kampfbomber überfliegen die umstrittenen Regionen täglich; dabei kommt es zu "Dogfights" (Scheinkämpfe) und sogar Unfällen zwischen den Fliegern beider Länder. Eskalationen konnten in den vergangenen Jahren zum Teil in letzter Minute abgewendet werden.

Tsipras hatte sich im Februar mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in Ankara getroffen - damals hatten die beiden Politiker erklärt, sie wollten Wege zur Entspannung suchen. Angesichts des griechischen Nationalfeiertages des Beginns des Unabhängigkeitskriegs gegen das Osmanische Reich (1821-1829) flog Tsipras zu der kleinen Insel im Osten der Ägäis.

Quelle: n-tv.de, vpe/dpa

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