Politik

Merkel amüsiert Australier Kanzlerin beim Spicken erwischt

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Ganz vertieft: Merkel scheint konzentriert das "Fact Sheet" über den australischen Premier zu lesen.

picture alliance/dpa

Angela Merkel ist schon seit 13 Jahren Kanzlerin, in vielen anderen Ländern kommen Machtwechsel häufiger vor. Als sie sich jetzt mit dem sechsten australischen Premier ihrer Amtszeit trifft, passiert ihr ein unangenehmer Fauxpas - und das vor den Fotografen.

In Australien sorgt das Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem australischen Premier Scott Morrison beim G20-Gipfel in Argentinien für Belustigung.

Auf einem Foto der Begegnung in Buenos Aires ist zu sehen, wie sich die Kanzlerin offensichtlich gerade noch über ihren Gesprächspartner einliest. Australiens rechtsliberaler Regierungschef, der das Amt erst seit vier Monaten inne hat, sitzt zu diesem Zeitpunkt bereits neben ihr.

Nur einen Tag zuvor hatte Donald Trump während seines Treffens mit Morrison gefragt, wo denn "Malcolm" sei. Morrison hatte im August das Amt des Premiers übernommen, nachdem sein Vorgänger Malcolm Turnbull zurückgetreten war.

Die Zeitung "Sydney Morning Herald" spottete über den ehemaligen Schatzkanzler, mit dem auch zu Hause noch nicht alle Leute etwas anfangen können: "Wer ist das? Australier können Angela Merkels Dilemma wahrscheinlich verstehen." Auf Twitter äußerten viele ebenfalls Verständnis. Eine Nutzerin schrieb: "Angela Merkel hat also einen Spickzettel gebraucht. Dafür kann sie nichts. Ich lebe hier und weiß noch überhaupt nichts über ihn."

Auf Merkels Zettel ist auch ein Foto des Premierministers zu erkennen. Solche "Fact Sheets" über einen Gesprächspartner sind in der internationalen Politik durchaus üblich - vor allem, wenn man das Gegenüber noch nicht kennt. Allerdings legt man sie vor einem Treffen normalerweise aus der Hand.

Merkel war wegen Schwierigkeiten mit ihrem Regierungsflugzeug zu spät zum G20-Gipfel gekommen. Morrison ist bereits der sechste australische Premierminister mit dem sie zu tun hat, und möglicherweise noch nicht der letzte. Bis Mai 2019 muss in Australien ein neues Parlament gewählt werden. In den Umfragen liegt die sozialdemokratische Opposition vorn.

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Quelle: n-tv.de, agr/dpa

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