Politik

Merkel mit Moderna zweitgeimpft Kanzlerin erleichtert über Corona-Lage

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Mit einer bundesweiten Inzidenz von 8,0 und einer Zweitimpfung kann auch für die Kanzlerin die Sommerpause beginnen.

(Foto: imago images/Emmanuele Contini)

Der Bundestag geht in die Sommerpause: Für die Kanzlerin ein guter Moment, um auf die sinkenden Inzidenzen in Deutschland mit Wohlgefallen zu schauen. Pünktlich zum Ferienstart bekommt Merkel auch ihre zweite Impfung. Diesmal lässt sie sich Moderna spritzen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel gehört zu den rund 26 Millionen Menschen in Deutschland, die inzwischen vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind. Ein Regierungssprecher bestätigte, dass Merkel kürzlich ihre zweite Impfdosis erhielt. Demnach wurde die Kanzlerin mit dem Wirkstoff des US-Unternehmens Moderna geimpft. Ihre erste Impfung hatte Merkel Mitte April erhalten. Dabei hatte sie den Impfstoff von Astrazeneca verabreicht bekommen.

In der letzten Sitzung der Unionsfraktion vor der parlamentarischen Sommerpause nannte Merkel die niedrigen Corona-Infektionszahlen in Deutschland "sehr erfreulich". Das Robert-Koch-Institut hatte die bundesweite Inzidenz am Morgen mit 8,0 beziffert. "Manche Mühe hat sich gut ausgezahlt", sagte die Kanzlerin nach Informationen aus Teilnehmerkreisen. Angesichts der weltweiten Entwicklung mahnte sie aber zugleich zur Vorsicht: Die "Pandemie ist noch nicht vorbei".

In vielen Ländern der Welt gebe es noch keinen Impfstoff, sagte Merkel demnach. Die Impfstoffproduktion müsse beschleunigt werden. Erneut sprach sie sich gegen Forderungen aus, die Patente auf bestimmte Impfstoffe auszusetzen. Solche Patentrechte sollten nicht außer Kraft gesetzt werden. Vielmehr müsse man Vorsorge treffen, dass Firmen auch in Zukunft Impfstoffe entwickeln könnten.

Laschet spricht von "Polypandemie"

Unions-Kanzlerkandidat und CDU-Chef Armin Laschet äußerte sich ähnlich. Antworten auf eine Pandemie seien nur global möglich. Es sei klug, dass die G7-Gruppe der führenden westlichen Industriestaaten bei Corona den Süden der Erde in den Blick genommen habe. Der zentrale Beschluss des jüngsten G7-Gipfels im südwestenglischen Cornwall ist das Versprechen, ärmere Länder im Kampf gegen die Corona-Pandemie stärker mit Impfstoff zu unterstützen als bisher.

Laschet nannte die Pandemie demnach als Beispiel dafür, dass die wesentlichen Aufgaben nur weltweit gelöst werden könnten. Es gebe eine "Polypandemie" - mehrere Aufgaben, die man nur weltweit klären könne. Er kritisierte, dass China Impfstoffe als politisches Druckmittel benutze, etwa in Afrika. Zudem gebe es schwere geopolitische Verschiebungen, sagte Laschet demnach. Es herrsche Einigkeit, dass der Kampf gegen den Klimawandel die nächsten Jahre beherrschen werde. Man müsse beim Klimaschutz globale Antworten finden und "auch mit Russland sprechen, auch wenn es schwer ist", sagte Laschet laut Teilnehmern.

Quelle: ntv.de, mau/dpa/AFP

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