Politik

Secret Service unter Druck Kapitol-Ausschuss will Infos zu gelöschten SMS

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Der Untersuchungsausschuss des Repräsentantenhauses will genaue Informationen zu den gelöschten SMS.

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

Während des Kapitol-Sturms durch radikale Trump-Anhänger im Januar 2021 ist der Secret Service sowohl an der Seite des abgewählten Präsidenten als auch seines Vize Mike Pence. Doch was sich die Agenten schrieben, ist unklar. Die SMS wurden gelöscht. Der Untersuchungsausschuss will dem nun nachgehen.

Nach der Löschung von SMS im Zusammenhang mit dem Kapitol-Sturm im Januar 2021 hat der Untersuchungsausschuss des Repräsentantenhauses die fehlenden Informationen vom Secret Service angefordert. Der Ausschuss fordere bis Dienstag alle "relevanten Textnachrichten" sowie alle nachträglichen Berichte zu den "Ereignissen des 6. Januar 2021" an, heißt es in einem Schreiben des Ausschussvorsitzenden Bennie Thompson an den Chef des Secret Service, James Murray.

Der Generalinspekteur des Heimatschutzministeriums, Joseph Cuffari, hatte dem Kongress zuvor mitgeteilt, dass mehrere Textnachrichten der für den Schutz des US-Präsidenten zuständigen Agenten des Secret Service gelöscht worden seien. Viele SMS, die kurz vor und während der Unruhen geschickt wurden, seien "im Rahmen eines Geräteaustauschprogramms gelöscht worden".

Die Nachrichten seien gelöscht worden, nachdem sein Büro Aufzeichnungen der elektronischen Kommunikation rund um den 6. Januar angefordert habe, hieß es in einem am Donnerstag veröffentlichten Schreiben Cuffaris, das an Thompson adressiert war. Cuffari kritisierte zudem, dass der Secret Service die Bereitstellung anderer Unterlagen verzögert habe.

Der Sprecher des Secret Service, Anthony Guglielmi, hatte die Vorwürfe des Generalinspekteurs zurückgewiesen. Die Handys der Personenschützer seien im Rahmen eines geplanten Austauschprogramms gelöscht worden, das begonnen habe, bevor das Heimatschutzministerium die Informationen sechs Wochen nach den Unruhen angefordert habe. Dabei seien bestimmte Telefondaten verloren gegangen, aber "keine der gesuchten Textnachrichten".

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Hunderte radikale Anhänger des abgewählten US-Präsidenten Donald Trump hatten am 6. Januar 2021 das Kapitol erstürmt, als dort der Sieg seines demokratischen Herausforderers Joe Biden bei der Präsidentschaftswahl vom November 2020 bestätigt werden sollte. Der Kapitol-Sturm mit fünf Toten gilt als schwarzer Tag in der Geschichte der US-Demokratie. Der Untersuchungsausschuss hält derzeit eine Reihe öffentlicher Anhörungen ab, um die damaligen Vorgänge aufzudecken. Dabei geht es auch um Trumps Rolle bei den Ausschreitungen.

Die Textnachrichten könnten für die Untersuchungen entscheidend sein: Agenten des Secret Service befanden sich an diesem Tag bei Trump und Vizepräsident Mike Pence, der sich im Kapitol versteckt hatte, nachdem Trump-Anhänger dazu aufgerufen hatten, ihn zu hängen. Eine ehemalige Mitarbeiterin des Weißen Hauses hatte Ende Juni vor dem Untersuchungsausschuss ausgesagt, dass Trump den Secret Service dazu zwingen wollte, Pence in den Kongress zu bringen, um sich dort seinen Anhängern anzuschließen.

Quelle: ntv.de, jug/AFP

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