Politik

Klimaschutz-Sofortprogramm Keine neuen reinen Gasheizungen mehr ab 2024 erlaubt

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Im Gebäudebereich müssen bis 2030 noch 152 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden.

(Foto: picture alliance/dpa)

Gasheizungen werden in Deutschland peu à peu der Vergangenheit angehören: Ab dem übernächsten Jahr dürfen sie nicht mehr neu installiert werden. Als Teil eines Klimaschutz-Sofortprogramms soll dies helfen, die CO2-Ziele in den Nachzügler-Bereichen Gebäude und Verkehr zu erreichen.

Keine neuen Gasheizungen ab 2024, neue Bundesgelder für Sanierung und Neubau sowie klimafreundliche Fernwärme: Bauministerin Klara Geywitz und Wirtschaftsminister Robert Habeck wollen mit zahlreichen Maßnahmen beim Klimaschutz nachbessern. Die Vorhaben sind Teil eines Sofortprogramms, das dafür sorgen soll, dass im Gebäudebereich nicht mehr so viele Treibhausgase ausgestoßen werden.

Die Eckpunkte sollen heute vorgestellt werden, ebenso wie Maßnahmen aus dem Ressort von Bundesverkehrsminister Volker Wissing. In den Bereichen Gebäude und Verkehr hat die Bundesregierung die nationalen Klimaziele zuletzt verfehlt. Die zuständigen Ministerien hatten drei Monate Zeit, ihre Nachbesserungen vorzulegen - diese Frist läuft am Mittwoch ab.

Allein im Gebäudebereich müssen bis 2030 noch 152 Millionen Tonnen CO2 mehr eingespart werden als bisher. Das Sofortprogramm werde diese Lücke mehr als schließen, hieß es in Regierungskreisen. Vor allem gehe es darum, mehr Häuser zu sanieren und eine Wärmeversorgung ohne fossile Brennstoffe zu etablieren - und das, ohne die Bürger finanziell zu überlasten.

Ausstoß von Treibhausgasen zuletzt gestiegen

Konkret soll etwa das Gebäudeenergiegesetz so geändert werden, dass ab 2024 nur noch Heizungen neu eingebaut werden dürfen, die zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien arbeiten. Reine Gasheizungen sind dann nicht mehr erlaubt. Die staatliche Förderung für effiziente Gebäude soll neu ausgerichtet werden und das Sanieren in den Mittelpunkt stellen. Stärker fördern wollen die Ministerien auch die Umstellung von Fernwärmenetzen auf erneuerbare Energien und Abwärme. Für Handwerksbetriebe soll es Schulungen zum Einbau von Wärmepumpen geben.

Deutschlands Ausstoß an klimaschädlichen Treibhausgasen stieg im vergangenen Jahr um 4,5 Prozent. Damit wurde das eigentlich schon für 2020 gesetzte Ziel von 40 Prozent weniger Treibhausgas-Ausstoß im Vergleich zu 1990 auch ein Jahr danach noch verfehlt. Die Emissionen sanken im langfristigen Vergleich lediglich um 38,7 Prozent.

Quelle: ntv.de, jog/dpa

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