Politik

Reaktion auf Atomwaffen-Drohung Kiesewetter fordert mehr Abschreckung

Immer wieder spielt Russlands Präsident Putin im Krieg gegen die Ukraine auf den Einsatz von Atomwaffen an. CDU-Politiker Kiesewetter hält das für hybride Kriegsführung, die Menschen im Westen verunsichern soll. Er fordert ein Gegenmittel.

Angesichts der russischen Atomwaffen-Drohungen hält der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter eine verstärkte Abschreckung seitens der westlichen Staaten für nötig. "Sicher müssen wir das ernst nehmen, und es besteht natürlich immer ein solches Risiko", sagte er dem Berliner "Tagesspiegel" mit Blick auf Drohungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin, notfalls "alle zur Verfügung stehenden Mittel" zu nutzen. "Verhindern können wir dies aber, indem wir unsere eigene Abschreckung erhöhen und Putin mit Stärke und Geschlossenheit entgegnen."

Putins Drohung sei nicht neu, so Kiesewetter. Sie sei "ein Mittel der hybriden Kriegsführung", "um unsere Bevölkerung zu verunsichern und die regelbasierten Staaten zu entzweien". Kiesewetter warnte davor, Putin nachzugeben. Ein Einsatz solcher Waffen würde Russland auf Dauer "vollständig isolieren, auch von seinen bisherigen Noch-Partnern oder zumindest neutralen Staaten wie China oder Indien", sagte er. "Deshalb dürfen wir uns nicht irremachen lassen."

Die Drohungen des russischen Präsidenten Putin mit Atomwaffen müssten ernst genommen werden, sagte auch Verteidigungsministerin Christine Lambrecht der ARD während ihres Besuchs im ukrainischen Odessa. Sie "rate jedem, das nicht zu bagatellisieren". Es dürfe jedoch auch nicht dazu führen, "dass wir uns lähmen lassen". Im Westen gibt es Befürchtungen, dass Putin angesichts schwerer militärischer Rückschläge in der Ukraine auf Atomwaffen setzen könnte. Der russische Präsident hat wiederholt einen Einsatz von Atomwaffen angedroht.

Quelle: ntv.de, mli/dpa/rts

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