Politik

Kein Personalstreit in der Krise Kippt die CDU die Kampfkandidatur?

cdu_vorsitz.jpg

Friedrich Merz, Norbert Röttgen und Armin Laschet wollen Nachfolger von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer werden.

(Foto: dpa/ntv.de)

Bis zum Parteitag im Dezember soll ein neuer CDU-Vorsitzender in Amt und Würden sein. Doch angesichts der Corona-Krise wachsen die Zweifel, ob eine Kampfkandidatur der richtige Weg dorthin ist. Forderungen nach einer einvernehmlichen Lösung werden wieder lauter.

In der CDU mehren sich die Stimmen, die geplante Kampfkandidatur um den CDU-Vorsitz angesichts der Corona-Pandemie zu überdenken. "Die Krise verändert Deutschland und Europa. Ich denke, dass die drei Kandidaten daher die veränderte Situation nach der Krise neu bewerten müssen", sagte der Chef der Jungen Union, Tilman Kuban, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Als Partei stehen wir geschlossen hinter unserem Führungspersonal."

In Krisenzeiten sei eine starke Exekutive gefragt - "da sind wir als Union mit der Kanzlerin, Gesundheitsminister Spahn und den Ministerpräsidenten gut aufgestellt", so Kuban. "Die Menschen wollen Persönlichkeiten, denen sie vertrauen können."

Die kommunalpolitische Vereinigung der Union (KPV) geht noch einen Schritt weiter und pocht darauf, vor dem Parteitag im Dezember eine einvernehmliche Lösung zu suchen. Das Land und die Partei brauchten in den kommenden Monaten keine Personalauseinandersetzungen. "Ich erwarte, dass alle ihre persönlichen Befindlichkeiten hintanstellen", sagte KPV-Chef Christian Haase den Funke-Zeitungen. Die Kommunalen wollten "eine einvernehmliche Lösung vor dem Parteitag".

"Bis weißer Rauch aufsteigt"

Die Beteiligten müssten sich unter der Moderation der Vorsitzenden von CDU und CSU zusammensetzen, "bis weißer Rauch aufsteigt", so Haase weiter. Der kommunalpolitische Sprecher der Unionsfraktion betonte, wer dieses als "Hinterzimmerpolitik" diskreditiere, scheine die Folgen eines offenen Wettbewerbs für die CDU zu ignorieren.

"Auch jetzt in der Krise setzen wir doch auf den Konsens, damit unser Land zusammenkommt und gemeinsam stark ist - so muss es auch für die CDU laufen", sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete. Die CDU habe eine Vorsitzende und sei bis zum nächsten Parteitag handlungsfähig.

Quelle: ntv.de, jug/DJ

ntv.de Dienste
Software
ntv Tipp
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.