Politik

Großteil sind Frauen und Kinder Knapp 970.000 Ukrainer flohen nach Deutschland

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Vor allem in der Anfangsphase des Krieges kommen Tausende geflohene Ukrainer in Deutschland an und werden dort von zahlreichen freiwilligen Helfern zunächst mit dem Nötigsten versorgt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Mehrere Millionen Ukrainer fliehen aufgrund der russischen Invasion vor allem in andere europäische Länder, eine große Zahl von ihnen auch nach Deutschland. Nach Angaben des Innenministeriums suchen seit 24. Februar Hunderttausende mindestens zeitweise Schutz.

Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine vor knapp einem halben Jahr haben sich fast 970.000 Flüchtlinge aus dem Land in Deutschland registriert. Wie das Bundesinnenministerium auf Anfrage mitteilte, waren am vergangenen Samstag genau 967.288 Menschen im Ausländerzentralregister erfasst, die im Zusammenhang mit dem am 24. Februar begonnenen Krieg eingereist sind.

Info-Seiten der Länder zur Ukraine

Bund und Länder haben Überblicksseiten zum Thema Ukraine eingerichtet. Dort gibt es Hinweise zu Hilfsaktionen und Geflüchteten, teils auch auf Ukrainisch und Russisch:

Bundesinnenministerium - Migrationsbeauftragte des Bundes - Baden-Württemberg - Bayern - Berlin - Brandenburg - Bremen - Hamburg - Hessen - Mecklenburg-Vorpommern (PDF) - Niedersachsen - Nordrhein-Westfalen - Rheinland-Pfalz - Saarland - Sachsen - Sachsen-Anhalt - Schleswig-Holstein - Thüringen

Das Ministerium weist darauf hin, dass eine erhebliche Zahl davon inzwischen wieder zurück oder in andere Länder weitergereist sein kann. Eine konkrete Zahl, wie viele Flüchtlinge aus der Ukraine sich aktuell in Deutschland aufhalten, gibt es nicht.

Von den rund 970.000 gemeldeten Flüchtlingen sind nach Angaben des Bundesinnenministeriums gut 350.000 Kinder und rund 455.000 erwachsene Frauen. 97 Prozent der Flüchtlinge seien ukrainische Staatsangehörige. Auch Menschen aus Drittstaaten, die sich zu Kriegsbeginn in der Ukraine aufgehalten hatten, sind auf der Flucht.

Gut 82.000 Ukrainer und Ukrainerinnen haben nach Angaben des Innenministeriums seit dem 24. Februar einen Integrationskurs besucht oder besuchen ihn aktuell. Die allermeisten von ihnen nehmen demnach am allgemeinen Integrationskurs teil, in dem vor allem Sprachkenntnisse, aber auch Wissen zur Rechtsordnung, Geschichte und Kultur Deutschlands vermittelt wird. Daneben gibt es speziellere Kurse, etwa für Eltern, Jugendliche oder zum Erlernen der zweiten Schrift.

Quelle: ntv.de, als/epd

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