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Neue Generalsekretärin gewählt Kramp-Karrenbauer will die CDU erneuern

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Chefin und Generälin: Merkel führt die CDU, die Kramp-Karrenbauer erneuern soll.

(Foto: AP)

Mit einem Traumergebnis statten die Delegierten die neue Generalsekretärin der CDU aus. Kramp-Karrenbauer soll und will nun nichts weniger erreichen, als die Partei zu erneuern.

Annegret Kramp-Karrenbauer ist neue Generalsekretärin der CDU. Die 55-Jährige erhielt in Berlin mehr als 98 Prozent von 794 gültigen Stimmen. Zuvor hatte sie eine breite inhaltliche Erneuerung der Partei angekündigt. Es gehe darum, wie die CDU in einer unruhigen Zeit den Erwartungen der Menschen gerecht werde, sagte die bisherige saarländische Regierungschefin. Sie kündigte unter großem Applaus an, sie wolle alle Flügel der Partei in eine programmatische Debatte integrieren.

Die CDU müsse über ein neues Grundsatzprogramm diskutieren, das bis 2021 verabschiedet werden solle. Dies werde der Hauptarbeits-Schwerpunkt für die kommenden Jahre werden, sagte sie. Es werde dabei aber nicht das Motto gelten "die Partei diskutiere, die Regierung regiere". Sie werde in den nächsten Wochen und Monaten in den Parteigliederungen zunächst zuhören. Die Menschen stellten sich Fragen, etwa was die Digitalisierung für sie bedeute. Die CDU habe die Aufgabe, mit den Bürgern zu diskutieren und politische Entscheidungen zu erläutern.

Kramp-Karrenbauer sagte, sie habe sich ganz bewusst gegen das Angebot entschieden, Mitglied einer neuen Bundesregierung entschieden, und bewusst für eine Funktion in der Partei. Sie habe der CDU viel zu verdanken. Sie habe sich die Entscheidung aber nicht leicht gemacht, sagte die 55-Jährige und verwies darauf, dass sie erst vor knapp einem Jahr bei der Wahl im Saarland im Amt bestätigt wurde.

Kramp-Karrenbauer ist seit 2011 Ministerpräsidentin des Saarlandes. Dieses Amt übernimmt der CDU-Politiker Tobias Hans. CDU-Chefin Angela Merkel hatte sie vor einer Woche als Nachfolgerin von Peter Tauber vorgestellt und mit der Personalie für Überraschung gesorgt. Es ist das erste Mal, dass eine Ministerpräsidentin in ein Parteiamt wechselt. Viele sehen in Kramp-Karrenbauer eine potenzielle Nachfolgerin Merkels.

Quelle: n-tv.de, jog/jwu/DJ/dpa

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