Politik

Ukrainische Drohnenangriffe Kreml befürchtet weitere Krim-Attacken

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"Es werden wirksame Gegenmaßnahmen ergriffen": Kreml-Sprecher Peskow räumt ukrainische Angriffe auf die Krim ein.

(Foto: picture alliance / dpa)

Kiew betrachtet die Befreiung der Krim als legitimes Kriegsziel. Der Kreml räumt offiziell ein, dass für die annektierte Halbinsel derzeit ein Risiko für Drohnenangriffe besteht. Zugleich versichert der Sprecher von Präsident Putin, Militär und Behörden hätten alles im Griff.

Nach mehreren Drohnenangriffen auf die von Russland annektierte Krim hat der Kreml ein bestehendes Risiko ukrainischer Angriffe auf die Halbinsel eingeräumt. "Es gibt sicherlich Risiken, weil die ukrainische Seite ihre Politik der Organisation von Terroranschlägen fortsetzt", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow vor Journalisten. "Andererseits deuten die Informationen, die wir erhalten, darauf hin, dass wirksame Gegenmaßnahmen ergriffen werden."

Die russische Marine schoss derweil nach Angaben der Behörden eine Drohne über dem Schwarzen Meer in der Nähe der Stadt Sewastopol ab. Sewastopol ist die größte Stadt der 2014 von Russland annektierten Krim, dort ist die russische Schwarzmeerflotte stationiert. "Wie üblich hat unser Militär seine Arbeit gut gemacht", sagte der Gouverneur der Region Sewastopol, Michail Raswojajew. Unterdessen verhaftete der russische Geheimdienst FSB zwei Einwohner Sewastopols. Der FSB beschuldigt sie, für die Ukraine auf der Krim spioniert zu haben, wie es in einer Erklärung hieß.

Peskow schließt weitere Erorberungsversuche aus

Das russische Militär nutzte die Krim als einen der Stützpunkte für den Beginn des Angriffskriegs in der Ukraine. Sie war zuletzt immer wieder angegriffen worden. Im Oktober wurde die Krim-Brücke, die die Halbinsel mit dem russischen Festland verbindet, bei einem Angriff teilweise beschädigt. Moskau beschuldigte Kiew, dafür verantwortlich zu sein.

Eine Einverleibung weiterer neuer ukrainischer Gebiete schloss der Kreml aus. "Davon ist keine Rede", sagte Peskow weiter. Vielmehr stehe "viel Arbeit" an, um die einverleibten Gebiete der ukrainischen Kontrolle zu entreißen. Russland hatte die Gebiete Luhansk, Donezk, Cherson und Saporischschja unter internationalem Protest der Ukraine und des Westens annektiert. Kein Land erkennt diesen Völkerrechtsbruch an. Peskow sprach zwar wörtlich von einer "Befreiung" der Gebiete, die von der Ukraine besetzt würden. Internationales Recht sieht dagegen ganz klar Russland als Besatzungsmacht, die Gebiete gehören zur Ukraine.

Quelle: ntv.de, mau/AFP

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