Politik

Putin als "Killer" bezeichnet Kreml verlangt Entschuldigung von Fox News

ARCHIV - Fox-News-Moderator Bill O'Reilly verfolgt am 05.01.2008 in Penacook (US-Bundesstaat New Hampshire) eine Rede. (zu dpa

Fox-News-Moderator Bill O'Reilly.

(Foto: dpa)

In einem Interview des US-Senders Fox News mit Donald Trump wird der russische Präsident Putin als "Killer" bezeichnet - allerdings nicht von Trump. Der Kreml ist empört und fordert eine Entschuldigung.

Russland fordert nach einer umstrittenen Äußerung über Präsident Wladimir Putin vom US-Fernsehsender Fox News eine Entschuldigung. Der Moderator habe in einen Interview mit Präsident Donald Trump "inakzeptable" Bemerkungen über Putin gemacht, erklärte das Präsidialamt. Fox-Journalist Bill O'Reilly hatte das Staatsoberhaupt als "Killer" bezeichnet, als er Trump fragte, warum dieser Respekt vor Putin habe. O'Reilly sagte nicht, wie er zu seiner Einschätzung kam. Putins Sprecher Dmitri Peskow erklärte, die Bemerkungen seien beleidigend. "Wir wünschen uns von einem so respektierten Fernsehsender eine Entschuldigung."

Einige Kritiker der russischen Regierung haben Putin vorgeworfen, die Ermordung von Gegnern angeordnet zu haben. Er selbst und die Regierung haben dies stets zurückgewiesen. Vor einem Jahr hatte ein britischer Richter erklärt, Putin habe wahrscheinlich die Ermordung des Ex-KGB-Agenten Alexander Litwinenko in London gebilligt.

In dem Interview sagte Trump nun, er sehe keine Beweise für die Schuld des russischen Präsidenten. "Zuerst einmal sagt er, dass er es nicht getan hat. Viele Leute sagen, dass er es nicht getan hat. Also wer weiß, wer es getan hat?" Der neue US-Präsident hatte mehrfach Sympathie für Putin bekundet und wünscht sich nach eigenen Worten eine Annäherung seines Landes an Russland.

Das Interview mit Trump war am Sonntag ausgestrahlt worden. Der US-Präsident entgegnete auf die Vorhaltung von Interviewer Bill O'Reilly: "Es gibt eine Menge Mörder. Wir haben eine Menge Mörder. Was glauben Sie? Dass unser Land so unschuldig ist?" Er trete dafür ein, Putin zu respektieren. "Ich respektiere eine Menge Leute. Das heißt nicht, dass ich mit ihnen auskomme."

Quelle: n-tv.de, bdk/rts/dpa

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