Politik

"Verheißen nichts Gutes" Kreml warnt Deutschland vor Panzerlieferung

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Innerhalb der NATO wächst vor dem Hintergrund einer möglichen russischen Großoffensive der Druck auf Berlin.

(Foto: AP)

Nach Einschätzung des Kremls sind die deutsch-russischen Beziehungen schon jetzt am Tiefpunkt. Moskau kritisiert die westlichen Waffenlieferungen an die Ukraine als Eskalation. Sollte Deutschland Panzer liefern, würde das außerdem "unausweichliche Spuren" hinterlassen.

Der Kreml hat vor einer weiteren Verschlechterung der deutsch-russischen Beziehungen gewarnt, sollte die Bundesregierung Leopard-Kampfpanzer in die Ukraine liefern lassen. "Solche Lieferungen verheißen nichts Gutes für die Zukunft der Beziehungen", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge. Sie würden unausweichliche Spuren hinterlassen. Dabei seien die Beziehungen schon jetzt an einem gewissen Tiefpunkt. Weder mit Berlin noch mit anderen EU- und NATO-Staaten gebe es derzeit einen Dialog, sagte Peskow.

Moskau hatte in der Vergangenheit schon mehrfach die westlichen Waffenlieferungen an die Ukraine als Eskalation in dem Krieg kritisiert. In der vergangenen Woche hat der Sprecher von Kremlchef Wladimir Putin allerdings auch gesagt, dass selbst westliche Kampfpanzer Russland nicht am Erreichen seiner Kriegsziele hindern könnten. Aus seiner Sicht würden sie nur das Leid der Zivilbevölkerung verlängern.

Innerhalb der NATO wächst vor dem Hintergrund einer möglichen russischen Großoffensive der Druck auf Berlin, die Lieferungen der Leopard-Panzer freizugeben. Der Leopard ist der am weitesten verbreitete Kampfpanzer in den Streitkräften Europas. Er gilt wegen seiner Kombination aus Feuerkraft, Panzerung und Beweglichkeit den russischen Panzern zumindest teilweise als überlegen.

Derweil hat Polen bei der Bundesregierung offiziell beantragt, eigene Leopard-2-Kampfpanzer an die Ukraine liefern zu können. Deutschland habe die Anfrage bereits erhalten, erklärte der polnische Verteidigungsminister Mariusz Blaszczak bei Twitter. Er rief Berlin zudem dazu auf, sich "der Koalition von Ländern anzuschließen, die die Ukraine mit Leopard-2-Panzern unterstützen". Deutsche Regierungskreise bestätigten die offizielle Anfrage.

Quelle: ntv.de, jki/dpa

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