Politik

Waffenruhe hält nicht ganz Kriegsparteien in der Ukraine melden Verstöße

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An den stark umkämpften Orten in der Ostukraine soll es Verstöße gegen die Waffenruhe gegeben haben - von beiden Seiten.

(Foto: AP)

Die Waffen in der Ostukraine sollen seit mehr als 24 Stunden schweigen. So ganz klappt das noch nicht. Die ukrainische Armee und die Separatisten werfen sich gegenseitig 58 Verstöße gegen die Waffenruhe vor. Die Armee will deshalb ihr schweres Gerät nicht abziehen.

Im Kriegsgebiet Ostukraine haben sich die Militärführung in Kiew und die prorussischen Separatisten Verstöße gegen die Waffenruhe vorgeworfen. Die Armee sprach von 31 Angriffen der Aufständischen innerhalb von 24 Stunden. Die Regierungstruppen hätten im selben Zeitraum mindestens 27 Mal das Feuer eröffnet, sagte Separatistenführer Eduard Bassurin der Agentur Interfax zufolge.

Die ukrainische Armee teilte mit, wegen der brüchigen Waffenruhe würden die schweren Waffen anders als in Minsk verabredet nicht abgezogen. Der Waffenabzug von der Frontlinie stehe momentan nicht zur Debatte, erklärte Armeesprecher Wladislaw Selesniow in Kiew.

Nach Angaben der ukrainischen Regierung wurde die Waffenruhe durch die Separatisten 112 Mal verletzt. Mindestens fünf ukrainische Soldaten wurden demnach getötet. Bei den Kämpfen in der Nähe der Hafenstadt Mariupol seien zudem mehr als 20 weitere Soldaten verletzt worden.

Debalzewo bleibt Unruheherd

In Donezk war die Lage zunächst ruhig. In der Stadt Debalzewo, auf die sich die Spannungen nach Beginn der offiziellen Kampfpause am Sonntag konzentrieren, hätten die Separatisten ein Gebäude der Miliz mit einem Artilleriegeschoss getroffen, sagte ein Mitarbeiter des Innenministeriums. Der Generalstab in Kiew teilte mit, die Lage an dem Verkehrsknotenpunkt sei weitgehend unter Kontrolle. "Wir können unsere Stellungen mit Munition und Lebensmitteln versorgen", sagte Sprecher Wladislaw Selesnjow.

Die Aufständischen behaupten weiter, bei Debalzewo seien bis zu 8000 ukrainische Soldaten eingekesselt. Separatistensprecher Denis Puschilin schlug einen Korridor vor, über den die Soldaten das Gebiet verlassen könnten. Zuvor müssten sie aber ihre Waffen niederlegen. Derzeit werde bei der Stadt weiter gekämpft, sagte er.

Quelle: ntv.de, nsc/dpa/AFP

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