Politik

Frieden im Südsudan? Kriegsparteien lassen Waffen ruhen

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(Foto: imago/Xinhua)

Seit vier Jahren herrscht Bürgerkrieg im Sudan, auch die Teilung des Landes hat keinen dauerhaften Frieden gebracht. Nun starten die Konfliktparteien einen erneuten Versuch und bescheren den Menschen im Südsudan ein "Weihnachtsgeschenk".

Nach vier Jahren Bürgerkrieg haben sich die Konfliktparteien im Südsudan auf einen zu Weihnachten beginnenden Waffenstillstand geeinigt. Das Abkommen soll eine Minute nach Mitternacht am 24. Dezember in Kraft treten. Alle Kampfhandlungen würden eingestellt und humanitären Helfern solle Zugang zu allen umkämpften Gebieten gewährt werden, hieß es in dem nach viertägigen Verhandlungen unter Vermittlung des ostafrikanischen Regionalblocks IGAD zustande gekommenen Abkommens.

Äthiopiens Außenminister Workineh Gebeyehu sprach bei der Unterzeichnung der zeitlich nicht begrenzten Vereinbarung in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba von einem "Weihnachtsgeschenk für die Menschen im Südsudan".

Die Kriegsparteien hatten sich jedoch auch in der Vergangenheit bereits auf Waffenstillstände geeinigt, die später wieder gebrochen wurden. So unterzeichneten Präsident Salva Kiir und sein Widersacher Riek Machar im August 2015 etwa nach intensiver internationaler Vermittlung ein umfassendes Friedensabkommen, das auch eine Teilung der Macht vorsah. 2016 brachen jedoch in der Hauptstadt Juba erneut Kämpfe aus, die Machar außer Landes zwangen und den bewaffneten Konflikt erneut aufflammen ließ.

Der Bürgerkrieg im ölreichen Südsudan zwischen den Anhängern Kiirs vom Volk der Dinka und den Truppen seines früheren Stellvertreters Machar vom Volk der Nuer begannen Ende 2013. Seither kamen Zehntausende ums Leben. Rund vier Millionen Menschen - ein Drittel der Bevölkerung - sind vor der Gewalt geflohen.

Quelle: ntv.de, lou/AFP