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Signal an Donald Trump Kuba beginnt Großmanöver

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Schon sieben Mal übte Kuba mit "Bastión"-Manövern den "Volkskrieg" (Archivbild).

picture-alliance/ dpa/dpaweb

Präsident und Armeechef Raúl Castro hat angeordnet, mit einem dreitägigen Manöver die "Einsatzbereitschaft der Truppen, der Wirtschaft und der Bevölkerung" in Kuba zu erhöhen. Der Zeitpunkt der Übung kurz nach der US-Wahl gilt als nicht zufällig gewählt.

In Kuba hat das Militärmanöver "Bastión 2016" begonnen. "Im Einklang mit unserer Doktrin des Volkskrieges wollen wir die Einsatzbereitschaft der Truppen, der Wirtschaft und der Bevölkerung erhöhen", sagte Präsident und Heeresgeneral Raúl Castro. An der Übung beteiligen sich bis Freitag unter anderem die Streitkräfte und Einheiten des Innenministeriums.

Die kubanische Regierung hatte das Manöver am Tag nach dem Wahlsieg von Donald Trump in den USA angekündigt. Erstmals führten die kubanischen Streitkräfte 1980 nach dem Wahlsieg von Ronald Reagan ein Manöver "Bastión" durch. Seitdem gab es sieben Militärübungen dieses Typs, die oft als Signal an die USA verstanden wurden. Die USA unterhalten auf Kuba die Marinebasis Guantanamo Bay.

Zuletzt hatten sich die einstigen Erzfeinde USA und Kuba vorsichtig angenähert und nach jahrzehntelanger Eiszeit wieder diplomatische Beziehungen aufgenommen. Die Haltung des künftigen US-Präsidenten Donald Trump gegenüber Kuba ist unklar. Er hatte die Annäherung im Wahlkampf zunächst unterstützt. Später sagte er allerdings, die Schritte könnten auch wieder rückgängig gemacht werden, wenn Kuba nicht auf die Forderungen der USA eingehe.

Quelle: n-tv.de, mbo/dpa

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