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FDP-Vize für Jamaika reloaded Kubicki: Weder AKK noch Laschet werden Kanzler

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Wills nochmal wissen: Wolfgang Kubicki, stellvertretender Parteivorsitzender der FDP, bei seiner Wiederwahl beim FDP-Parteitag im April.

(Foto: picture alliance/dpa)

Bis heute hängt es den Liberalen nach, dass sie die Verhandlungen für eine Jamaika-Koalition haben platzen lassen. Doch FDP-Vize Kubicki rechnet nach Merkels Abgang mit einer zweiten Chance für Schwarz-Gelb-Grün. Allerdings sieht er dabei nicht AKK als künftige Kanzlerin.

FDP-Vize Wolfgang Kubicki hat sich für eine Jamaika-Koalition nach der nächsten Bundestagswahl ausgesprochen. Diese sei eine "realistische Option", sagt er im Interview mit der n-tv.de. Mit dem Grünen-Politiker Robert Habeck habe er bereits in Schleswig-Holstein erfolgreich eine Regierung mit CDU und Grünen ausgehandelt. "Das Gute an Robert ist: Er ist kein Extremer." Inzwischen hätten sich auch im Bund die Feindbilder abgeschliffen und Angela Merkel werde in einer künftigen Regierung nicht mehr Kanzlerin sein.

Der CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer gibt Kubicki derweil keine Chancen, Merkel auch als Kanzlerin zu beerben. "Kramp-Karrenbauer wird es nicht werden", sagte der Bundestagsvizepräsident n-tv.de und ergänzte humorig in Anspielung auf die Herkunft von Kramp-Karrenbauer: "Ich weiß, warum die Kanzlerin sie zur Verteidigungsministerin gemacht hat. Weil die Bundeswehr zur Verteidigung des Saarlands immer noch ausreicht."

Und wer wird nun Merkel-Nachfolger im Kanzleramt? "Ich setze auf Bundesgesundheitsminister Jens Spahn oder vielleicht später Daniel Günther, den Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein", sagte Kubicki. Früher hätte er immer Friedrich Merz genannt, der mit Kramp-Karrenbauer um den CDU-Vorsitz konkurriert hatte. "Doch der hat sich nach seiner Nichtwahl sehr ungeschickt gegenüber der eigenen Partei verhalten."

Keine Aussichten auf das Kanzleramt hat aus Sicht des FDP-Politikers auch der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet. "Ich mag ihn wirklich gerne, aber die Wirkung von Herrn Laschet außerhalb von NRW wird überschätzt."

Das Interview erscheint in voller Länge am Sonntag um 8 Uhr bei n-tv.de

Quelle: n-tv.de, mau/ghö

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