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Verbindung nach Rakka unterbrochen Kurden schneiden IS-Nachschubroute ab

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Eine Frau legt ihren Nikab ab, nachdem Rebellentruppen den IS aus der Stadt Manbidsch vertrieben haben.

(Foto: REUTERS)

Den Rebellen in Syrien gelingt ein wichtiger Schlag gegen die Terrormiliz IS: Das kurdisch-arabische Bündnis nimmt eine Stadt an der syrisch-türkischen Grenze ein und schneidet damit die Verbindung der IS-Haupstadt Rakka in die Türkei ab.

Das kurdisch-arabische Rebellenbündnis Syrische Demokratische Kräfte (SDF) hat laut Aktivisten eine wichtige Versorgungsroute der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) zwischen der Türkei und Syrien abgeschnitten. Die letzte Straße von Manbidsch zur türkischen Grenze sei von SDF-Kämpfern blockiert worden, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

Damit ist die Hauptverbindung von der IS-Hochburg Rakka in die Türkei unterbrochen. Der SDF sei es zudem gelungen, weitere Dörfer im Umland von Manbidsch einzunehmen, erklärte die Beobachtungsstelle. Unterstützt wird das Bündnis von Luftangriffen der US-geführten internationalen Koalition. Nach US-Angaben dient die geplante Befreiung Manbidschs dazu, die Verbindung von IS-Gebieten zur Türkei abzuschneiden. Damit soll vor allem der Zustrom von ausländischen Kämpfern begrenzt werden.

Laut den für Medien nur schwer überprüfbaren Angaben der Beobachtungsstelle kontrolliert die IS-Miliz noch einen Streifen an der türkischen Grenze und mehrere kleinere Straße, doch seien diese schwieriger und gefährlicher zu befahren. Vor einigen Tagen hatten die SDF-Kämpfer bereits eine Straße von Manbidsch zum Grenzübergang Dscharablos unter ihre Kontrolle gebracht, über die Kämpfer, Waffen und Geld für die Dschihadisten transportiert wurden.

Die Stadt Manbidsch in der nördlichen Provinz Aleppo ist damit ganz von SDF-Kämpfern eingekreist. Die SDF ist ein Zusammenschluss gemäßigter arabischer und kurdischer Rebellenmilizen, deren wichtigste die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) sind.

Quelle: n-tv.de, bdk/AFP/dpa

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