Politik

200 Millionen Euro, null genutzt Länder lassen Geld für Luftreiniger liegen

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In Schulen und Kitas sollen Luftfilter und Luftreiniger das Corona-Risiko senken.

(Foto: picture alliance/dpa)

Luftreiniger sollen in Schulen und Kitas die Gefahr einer Corona-Infektion verringern. Für die Anschaffung entsprechender Geräte stellt der Bund 200 Millionen Euro zur Verfügung. Doch es geht nicht richtig voran. Bislang hat noch kein Bundesland Geld beantragt.

Von den seit zweieinhalb Monaten bereitstehenden Bundesmitteln für mobile Luftreiniger für den Corona-Schutz in Kitas und Schulen haben die Länder einem Bericht zufolge noch keinen Euro eingesetzt. "Mittel wurden bislang nicht abgerufen", hieß es in einer Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion, über die die "Neue Osnabrücker Zeitung" berichtete.

Das Bundeskabinett hatte am 14. Juli beschlossen, die Länder bei der Beschaffung der Geräte mit bis zu 200 Millionen Euro zu unterstützen. In der Ministeriumsantwort hieß es laut NOZ, das Ziel der Förderung sei, "dem Infektionsrisiko in Innenräumen im Herbst und Winter entgegenzuwirken und die Kinderbetreuung sowie den Präsenzunterricht an den Schulen aufrechtzuerhalten".

Nach dem Kabinettsbeschluss dauerte es dem Bericht zufolge einen Monat, bis sich Bund und Länder auf eine Verwaltungsvereinbarung verständigen konnten. Einen weiteren Monat später haben demnach erst acht Bundesländer die Vereinbarung unterschrieben, und auch von diesen habe noch keines Geld beantragt.

Die Grünen-Fraktionsvize und Sprecherin für Gesundheitspolitik, Maria Klein-Schmeink, kritisierte das "erneute Versäumnis": "Die Schule hat schon längst wieder begonnen", sagte sie der NOZ. Die Verzögerung zeige, dass die Politik der Schutz von Kindern und Jugendlichen in der Pandemie "anscheinend nicht wirklich interessiert".

Quelle: ntv.de, jpe/AFP

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