Politik

Es mangelt an Hubschraubern Lambrecht erwägt Bundeswehr-Abzug aus Mali

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Lambrecht beim Besuch deutscher Soldaten in Mali vor einem NH90-Hubschrauber.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der angekündigte französische Abzug aus Mali reißt eine Lücke, welche der Bundeswehr zu schaffen macht. Es geht um Material. Verteidigungsministerin Lambrecht ist auf der Suche nach Ersatz-Hubschraubern bei Bündnispartnern - und lässt ihr Ministerium gleichzeitig die Abzugsoption vorbereiten.

Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht hat einen Abzug der Bundeswehr aus dem UN-Einsatz in Mali nicht ausgeschlossen, wenn keine Kampfhubschrauber zum Schutz der Mission mehr zur Verfügung stehen. Wenn die Vereinten Nationen den "bestmöglichen Schutz" der deutschen Soldatinnen und Soldaten nicht mehr gewährleisten könnten, sei der Abzug eine im Einsatzmandat festgelegte Option, sagte die SPD-Politikerin im Bundestag. Sie werde sich in diesem Fall "verantwortlich meinen Soldatinnen und Soldaten gegenüber verhalten".

An dem Mali-Einsatz der UNO sind bis zu 1400 Bundeswehr-Soldaten beteiligt. Er gilt als der gefährlichste der Bundeswehr. Der Bundestag hatte das Mandat für die Mission MINUSMA im Mai zwar um ein Jahr verlängert, allerdings wurde dabei auch eine Rückzugsklausel beschlossen, wenn die Sicherheit vor Ort nicht mehr gewährleistet ist.

Hintergrund ist der angekündigte Rückzug Frankreichs aus der UN-Mission. Dadurch fehlen dem Einsatz insbesondere Kampfhubschrauber. Laut Bundesregierung lehnten es nun auch die Niederlande ab, die Franzosen in diesem Bereich zu ersetzen. Lambrecht hat nach eigenen Angaben auch mit Italien und Spanien über Ersatz-Hubschrauber gesprochen.

Sie kündigte an, in der kommenden Woche nochmals ihren französischen Kollegen zu fragen, ob der Abzug wie geplant tatsächlich im Sommer erfolgen solle. In der Verantwortung bei der Suche nach Ersatz seien aber die Vereinten Nationen, sagte die Ministerin. Demnach wird die Option eines möglichen Abzugs der Bundeswehr seit der französischen Rückzugsankündigung in ihrem Ministerium bereits vorbereitet.

Quelle: ntv.de, mpe/AFP

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