Politik

Hilfe aus MoskauRussland soll Iran Daten für Angriffe auf US-Truppen gegeben haben

06.03.2026, 15:38 Uhr
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Iranische Truppen während eines Manövers im Jahr 2022. (Foto: picture alliance / abaca)

Im Krieg Israels und der USA gegen den Iran mischt offenbar auch Russland mit. Einem Bericht zufolge liefert Moskau Zieldaten an Teheran. Eine Expertin spricht von "sehr präzisen Angriffen" des Iran.

Laut einem Bericht der "Washington Post" beteiligt sich Russland zumindest indirekt an der Verteidigung des Iran gegen die Angriffe Israels und der USA. Moskau versorge die Führung in Teheran mit wichtigen Informationen für Angriffe auf amerikanische Streitkräfte im Nahen Osten, schreibt die Zeitung unter Berufung auf Geheimdienstquellen. Demnach hat Russland den Iranern seit Beginn des Krieges am Samstag die Standorte von US-Militäreinrichtungen, Kriegsschiffen und Flugzeugen übermittelt.

Diese Unterstützung deute darauf hin, dass nun auch einer der wichtigsten nuklear bewaffneten Gegner der USA mit "hervorragenden Geheimdienstkapazitäten" in dem sich rasch ausweitenden Konflikt ist, hieß es. Genauere Informationen über das Ausmaß der russischen Unterstützung für den Iran bei der Zielerfassung lagen der Zeitung nicht vor. Die Fähigkeiten des iranischen Militärs, US-Streitkräfte in der Region zu orten, hätten sich innerhalb einer Woche nach Beginn der Kämpfe verschlechtert, wird ein US-Beamter zitiert.

Am vergangenen Sonntag wurden sechs US-Soldaten bei einem iranischen Drohnenangriff in Kuwait getötet und weitere verletzt. Der Iran hat dem Bericht zufolge bislang Tausende Angriffsdrohnen und Hunderte Raketen auf Militärstellungen und Botschaften der USA sowie zivile Ziele in der Region abgefeuert.

Eine Expertin für das russische Militär sagte der Zeitung, der Iran führe "sehr präzise Angriffe auf Frühwarnradare oder Überhorizontradare" durch. Überhorizontradare sind spezialisierte Systeme, die Objekte weit über die Erdkrümmung hinaus orten können. "Sie gehen dabei sehr gezielt vor. Sie haben es auf die Kommando- und Kontrollstrukturen abgesehen", fügte Dara Massicot vom "Carnegie Endowment for International Peace" hinzu.

Laut dem Bericht verfügt der Iran nur über eine Handvoll militärischer Satelliten, was die von Russlands weitaus fortschrittlicheren Weltraumkapazitäten gelieferten Bilder sehr wertvoll mache - insbesondere da der Kreml nach Jahren des Krieges in der Ukraine seine eigene Zielgenauigkeit verbessert habe. Anders als Russland sei China wohl nicht an der Verteidigung des Iran beteiligt, hieß es.

Quelle: ntv.de, dsc

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