Politik

"Neuer Aufbruch" Lay will Linke-Fraktion führen

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Lay drängt bei der Linken in die erste Reihe.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nach dem angekündigten Rückzug von Sahra Wagenknecht wählt die Linke eine neue Fraktionsführung. Amtsinhaber Bartsch hat bereits seine Ambitionen bekundet. Die Doppelspitze will eine Abgeordnete aus Sachsen vervollständigen.

Linke-Fraktionsvize Caren Lay will Fraktionschefin werden. Dies kündigte die 46-Jährige in einem Rundschreiben an ihre Abgeordnetenkollegen der Partei an. Darin spricht sie von einem "neuen Aufbruch", den es nach zwei "schwierigen Jahren" brauche. "Ich möchte die Fraktion aus der Mitte heraus führen".

Lay ist im Westen aufgewachsen, ihren Wahlkreis hat sie in Sachsen. Eine zerstrittene Partei sei eine unattraktive Partei. Eine gemeinsam getragene Politik zu entwickeln sei daher oberstes Gebot, schreibt sie weiter. Die Politikerin bewirbt sich um den weiblichen Platz in der Doppelspitze der Linken-Fraktion als Nachfolgerin von Sahra Wagenknecht, die nicht mehr antreten will. Dietmar Bartsch, Wagenknechts bisheriger Partner in der Doppelspitze, will wieder kandidieren.

Die Wahl soll am 12. November stattfinden. Sahra Wagenknecht hinterlasse als scheidende Fraktionsvorsitzende große Fußstapfen, schreibt die studierte Soziologin an ihre Fraktion. "Ich habe Respekt vor der Aufgabe, fühle mich aber vor dem Hintergrund meiner langjährigen Erfahrung für diese Herausforderung gewappnet." Sie traue sich zu, die Fraktion gut zu führen und professionell nach außen zu repräsentieren.

Lay saß von 2004 bis 2009 im Dresdener Landtag. Seit 2009 sitzt sie im Bundestag und arbeitet dort als wohnungspolitische Sprecherin der Fraktion. Sie gehört ebenso wie Parteichefin Katja Kipping dem sächsischen Landesverband an.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa